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Stadt Luzern kämpft gegen Touristenflut

Ein neues Konzept soll die Straßen entlasten und die Beliebtheit der Stadt bewahren.

Die Fasnacht im Februar ist ein Anziehungspunkt, aber die meisten Touristen reisen im Sommer nach Luzern. (Archivbild)
Foto: Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa

Die Stadt Luzern am Vierwaldstättersee in der Schweiz plant, den Zustrom von Touristen einzudämmen. Ab dem 1. März 2025 müssen Reisebusse an beliebten Orten eine Gebühr entrichten, wie vom Stadtrat beschlossen – beispielsweise am Schwanenplatz in der Nähe der berühmten Kapellbrücke wird eine Haltegebühr von 100 Franken (106 Euro) pro Bus erhoben.

An einigen Stellen sollen Touristen nur noch einsteigen dürfen, während sie andere Orte zu Fuß aufsuchen sollen. Die Parkplätze für Reisebusse werden außerhalb der Innenstadt zugewiesen. Im nächsten Jahr soll die Haltegebühr nur noch für eine bestimmte Uhrzeit gebucht werden dürfen.

In Umfragen hatten Bewohner über verstopfte Straßen geklagt. Vor allem die Hunderten Reisebusse, die täglich unterwegs sind, sorgten für Ärger bei den Luzernerinnen und Luzernern.

Luzern gehört zu den populärsten Zielen in der Schweiz

Die Stadt liegt malerisch am Vierwaldstättersee und ist ein beliebtes Ziel auf touristischen Rundreisen durch die Schweiz. Ein Höhepunkt ist die Fastnacht im Februar oder März mit ihren farbenfrohen Kostümen, jedoch kommen die meisten Besucher im Sommer.

Luzern hat etwa 85.000 Einwohner und verzeichnet jährlich rund 1,3 Millionen Übernachtungen. Laut einer Untersuchung hielten im Jahr 2017 am Schwanenplatz nahe der Altstadt fast 51.000 Reisebusse.

dpa