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Mehrere Hundert Menschen ziehen bei Hanfparade durch Berlin

Hunderte Kiffer sind zur 28. Hanfparade durch Berlin gezogen. Auf der Demo ging es ausgelassen und ruhig zu. Die Teilnehmer fordern eine weitergehende Legalisierung von Cannabis.

Seit April legal: Kiffen in der Öffentlichkeit.
Foto: Christophe Gateau/dpa

Bei der diesjährigen Hanfparade in Berlin haben Hunderte von Menschen eine weitere Legalisierung von Cannabis gefordert. Die Polizei zählte zu Beginn des Demonstrationszugs am Nachmittag rund 650 Teilnehmer. Die Stimmung wurde als ausgelassen und ruhig beschrieben.

Unter dem Motto «Legalisierung, aber richtig!» war die Auftaktkundgebung am Alexanderplatz gestartet. Viele Demonstranten rauchten Joints: Seit der Teillegalisierung von Cannabis in diesem Jahr kann die Droge ab dem 18. Lebensjahr unter Auflagen öffentlich konsumiert werden. 

Die 28. Hanfparade befasste sich vor allem mit dem im April in Kraft getretenen Cannabisgesetz, das die Organisatorinnen und Organisatoren der Parade als «ungenügend» kritisieren. 

Sie verlangen die Implementierung von „Säule 2“ des Gesetzes. Diese beinhaltet die Einrichtung von Modellprojekten für den Verkauf von Cannabis in Fachgeschäften. Bisher ist dies nur in sogenannten Cannabisclubs möglich, in denen die Konsumenten Mitglied sein müssen.

Seit dem 1. April dieses Jahres sind bestimmte Mengen Cannabis, der private Anbau und der Konsum der Droge auch in der Öffentlichkeit bundesweit für Personen ab 18 Jahren unter Auflagen erlaubt.

Es ist nicht erlaubt, mehr als 25 Gramm in der Öffentlichkeit zu tragen oder mehr als 50 Gramm zu Hause zu lagern. Es sind drei Pflanzen im Wohnbereich erlaubt. Verstöße können mit einer hohen Geldstrafe geahndet werden.

dpa