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Schweres Eisenbahnunglück in Spanien fordert 21 Menschenleben

Mindestens 30 Schwerverletzte und Rettungseinsätze bis Mitternacht nach Entgleisung von zwei Hochgeschwindigkeitszügen.

Die Ursache des Unfalls blieb vorerst unbekannt.
Foto: Carlos Luján/EUROPA PRESS/dpa

Verkehrsminister Óscar Puente teilte mit, dass bei einem schweren Zugunglück im Süden Spaniens mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen sind. Es gibt auch etwa 30 Schwerverletzte. Puente betonte, dass es sich um eine vorläufige Bilanz handelt.

Der Vorfall fand am Sonntag gegen 19.40 Uhr in der Nähe der Gemeinde Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba statt, wie von der spanischen Bahngesellschaft Renfe mitgeteilt. Ein Hochgeschwindigkeitszug von Iryo, der italienischen Gesellschaft Trenitalia, auf dem Weg von Málaga nach Madrid, ist entgleist und auf das benachbarte Gleis geraten. Daraufhin ist auch ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug von Renfe entgleist.

Gemäß den offiziellen Angaben ist einer der Lokführer unter den Todesopfern. Viele Fahrgäste waren noch Stunden nach dem Unfall in den Zügen eingeschlossen. Die Rettungseinsätze wurden jedoch kurz nach Mitternacht abgeschlossen, wie ein Helfer dem Sender RTVE berichtete.

Beileid von von der Leyen

Renfe gab bekannt, dass der Verkehr auf der bedeutenden Strecke zwischen Madrid und Andalusien mindestens bis einschließlich diesen Montag unterbrochen wurde. Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar.

«Die Regierung arbeitet gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Rettungsdiensten daran, den Fahrgästen zu helfen», schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf der Plattform X.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sprach den Familien und Angehörigen der Opfer sowie dem spanischen Volk ihr Beileid aus. «Den Verletzten wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung. In dieser Nacht seid ihr in meinen Gedanken», schrieb sie auf X auf Spanisch.

dpa