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Schwerste Überschwemmungen auf Sumatra fordern mindestens 225 Menschenleben

Die Opferzahlen könnten weiter steigen, da Rettungsteams abgelegene Gebiete nicht erreichen konnten.

Rettungskräfte in Nordsumatra suchen nach Opfern.
Foto: Uncredited/BASARNAS/AP/dpa

Mindestens 225 Menschen sind nach schweren Überschwemmungen und Erdrutschen auf der indonesischen Insel Sumatra ums Leben gekommen. Dutzende Personen werden weiterhin vermisst, wie der Katastrophenschutz am Samstag mitteilte. Die Behörden warnen, dass die Opferzahlen weiter steigen könnten, da abgelegene Gebiete tagelang aufgrund sintflutartigen Regens für die Rettungsteams nicht erreichbar waren.

«Es gibt noch Orte, die wir nicht betreten konnten», sagte der Chef der Katastrophenschutzbehörde. «Die Daten werden sich weiter ändern.»

Nord-Sumatra ist am stärksten betroffen, wo die Behörden 116 Tote und 42 Vermisste melden. Aufgrund von starken Regenfällen kam es zu Erdrutschen auf dem steilen Gelände, wodurch ländliche Straßen weggespült und wichtige Verkehrsverbindungen unterbrochen wurden, so die Behörden.

Die Regierung hat Soldaten, Rettungskräfte, Flugzeuge und schweres Gerät zusätzlich entsandt. Ebenso wurden Generatoren, Kommunikationsausrüstung und Schlauchboote bereitgestellt.

„Wissenschaftler warnen davor, dass der Klimawandel voraussichtlich die Häufigkeit und Intensität der extremen Monsunregen in Indonesien weiter erhöhen wird.“

Sumatra ist beinahe von der gleichen Größe wie Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen und befindet sich im Westen des südostasiatischen Inselstaates auf dem Äquator. Südöstlich von Sumatra liegt die indonesische Hauptinsel Java mit der Hauptstadt Jakarta.

dpa