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Mindestens sieben Tote bei Zugunglück in Spanien

Das spanische Bahn-Hochgeschwindigkeitsnetz gilt als eines der modernsten weltweit. Ein Unglück mit vielen Todesopfern legt nun den Bahnverkehr im Urlaubsland auf einer der wichtigsten Strecken lahm.

Die spanische Polizeieinheit Guardia Civil nimmt an den Rettungseinsätzen teil. (Archivfoto)
Foto: Diego Radamés/EUROPA PRESS/dpa

Mindestens sieben Menschen sind im Süden Spaniens bei einem schweren Zugunglück ums Leben gekommen. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge sind bei dem Unfall in der Nähe der Gemeinde Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba entgleist, wie der TV-Sender RTVE unter Berufung auf die Polizeieinheit Guardia Civil berichtete.

Die Informationen wurden von der Behörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Es gibt außerdem etwa einhundert Verletzte, davon rund 25 schwer.

Ein Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Trenitalia entgleiste am späten Sonntagabend auf dem Weg von Málaga nach Madrid und geriet auf das benachbarte Gleis. Ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug der spanischen Gesellschaft Renfe entgleiste daraufhin ebenfalls, wie der Notdienst unter Berufung auf den Schienennetzbetreiber ADIF mitteilte. Der Verkehr auf der wichtigen Strecke zwischen Madrid und Andalusien ist vorübergehend unterbrochen.

Ministerpräsident Sánchez sichert schnelle Hilfe zu

Laut RTVE waren nach dem Unfall viele Fahrgäste in den Zügen eingeschlossen, wie von den Rettungsdiensten berichtet. Die Einsatzkräfte bemühten sich, die Passagiere so schnell wie möglich aus den Waggons zu retten. Die Ursache des Unfalls war vorerst unklar.

«Die Regierung arbeitet gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Rettungsdiensten daran, den Fahrgästen zu helfen», schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf X.

dpa