Rund 500 Sportlerinnen und Sportler rollen durch die Halle, Unternehmen stellen ihre besten Leute zusammen, Trommler und Cheerleader heizen die Stimmung an.
Deutsche Meisterschaft im Bürostuhl-Hockey: Kampf der Drehstühle und Schläger

Mit Drehstühlen und Schlägern kämpfen 34 Mannschaften um den Sieg bei der Deutschen Meisterschaft im Bürostuhl-Hockey. «Alle haben Bock, durch die Halle zu fegen», sagte Tim Baltruschat, Moderator der zehnten Chair-Hockey-Meisterschaft in Bremen.
Initiator: «Das ist schon der Wahnsinn»
Rund 500 Sportlerinnen und Sportler rollen durch die Halle. «Das ist schon der Wahnsinn», sagte Initiator Jens Fislage. Angefangen habe alles mit einem «kleinen Gag»: Der Inhaber eines Büromöbelhandels aus Ritterhude (Landkreis Osterholz) wollte seine Firmenfeier mit einem Hockey-Turnier mit Bürostühlen auflockern. Die eigene Lagerhalle wurde schnell zu klein, inzwischen treten Mannschaften aus ganz Deutschland gegeneinander an.
Wie die Meisterschaft abläuft
Unternehmen stellen für das Turnier ihre besten Mitarbeiter zusammen, von Kanzleien über Arztpraxen bis hin zu internationalen Firmen. Einige Teams trainieren wochenlang und mieten dafür sogar extra eine Halle, wie ein Sprecher mitteilte. Die Mannschaften kommen mit ihren Fanclubs an, Trommler und Cheerleader sorgen für gute Stimmung.
Im Feld spielen zwei Teams mit jeweils vier Spielerinnen und Spielern gegeneinander. Ein Spiel dauert zehn Minuten – und es gibt strenge Regeln: Die Mannschaften dürfen sich nur auf ihren Stühlen fortbewegen. Mit einem Hockey-Schläger versuchen sie, den Ball ins gegnerische Tor zu schießen.
Alle Einnahmen werden gespendet
Schiedsrichter überwachen, ob niemand die Regeln bricht. Andernfalls droht eine Strafe: Spieler müssen beispielsweise mit ihrem Stuhl das Spielfeld verlassen und sich zehnmal um die eigene Achse drehen, bevor sie zurückkehren dürfen. Der Sieger des Turniers erhält einen Pokal, alle Einnahmen werden gespendet.








