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Mix aus Regen und Schnee sorgt weiter für Glatteisgefahr

Nach einem verhältnismäßig ruhigen Winterwettertag bringt ein Sturmtief erneut Schnee und gefrierenden Regen. Der DWD warnt vor schwierigen Straßenverhältnissen – vor allem im Westen und Südwesten.

Nach einer kurzen Wetterpause kehrt der Winter mit Schnee, Regen und Glätte zurück.
Foto: Armin Weigel/dpa

Nach Schnee, Eis und zahlreichen Glätteunfällen droht in Teilen Deutschlands die nächste schwierige Witterungslage. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet am Abend und in der Nacht zum Mittwoch in mehreren Regionen erneut mit Glatteis. Das würde abermals erhebliche Verkehrsproblemen mit sich bringen.

Glatteisgefahr nimmt am Abend wieder zu

Laut Angaben sind vor allem die westlichen und südwestlichen Mittelgebirge, der zentrale Mittelgebirgsraum sowie der Osten Baden-Württembergs stark betroffen. In diesen Gebieten können gefrierender Regen oder Sprühregen Straßen und Wege extrem glatt machen.

Auch in anderen Regionen des Landes kann es durch überfrierende Nässe zu glatten Straßen kommen. Der DWD warnt daher vor erhöhter Rutschgefahr im Verkehr und für Fußgänger. Im Nordosten und Südosten Deutschlands wird es hingegen hauptsächlich trocken bleiben.

Unruhige Nacht und schwieriger Berufsverkehr

Schon in der Nacht und am Morgen führten Schnee und Eis an vielen Orten zu schwierigen Bedingungen. Fußgänger und Pendler mussten mit rutschigen Wegen rechnen, regional gab es Verkehrsbehinderungen. Es kam zu zahlreichen Glätteunfällen, aber größere Unglücke blieben aus. Dennoch wurden einige Menschen leicht verletzt. Auf einigen Autobahnabschnitten blieben Lastwagen nach starkem Schneefall liegen und blockierten die Fahrbahnen – zum Beispiel auf der A5 bei Gießen.

Bahnverkehr teils eingeschränkt – leichte Entspannung am Vormittag

Auch im Bahnverkehr kam es infolge von vereisten Oberleitungen und Weichen zu Einschränkungen, die sich im Laufe des Vormittags teils entspannten. Die Lage habe sich «erheblich verbessert», sagte ein Bahnsprecher. Seit dem Morgen würden Fernverkehrszüge wieder in Richtung Ostsee fahren – allerdings noch mit großen Einschränkungen. Einzelne Verbindungen fallen weiter aus. 

Der Straßenbahnverkehr in Berlin musste aufgrund von vereisten Oberleitungen eingestellt werden. Laut den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) läuft der Fahrbetrieb seit dem Vormittag wieder.

Neben Verkehrsproblemen führte die Schneelast regional auch zu Ausfällen in der Energieversorgung. Im Raum Nürnberg registrierte der Energieversorger N-Ergie in der Nacht fünf Stromausfälle. Ursache waren umstürzende Bäume und herabfallende Äste, die auf Stromleitungen fielen. Betroffen war vor allem das stark bewaldete Nürnberger Land, wie ein Unternehmenssprecher mitteilte.

Unterricht fällt regional aus

Am Dienstag wurde in verschiedenen Regionen auch der Präsenzunterricht an Schulen abgesagt. In Teilen Frankens im Norden von Bayern wurde der Unterricht aufgrund unsicherer Schulwege und Schülerbeförderung von Landkreisen und Städten ausgesetzt. Es wurden teilweise Notbetreuungen organisiert oder auf Fernunterricht umgestellt.

Die Gefahr von Glatteis bleibt vorerst bestehen. Der DWD prognostiziert in den nächsten Tagen weiterhin eine Mischung aus Regen und Schnee. Besonders in der Mitte Deutschlands ist mit gefrierendem Regen zu rechnen. Autofahrer, Fußgänger und Pendler sollten auch in den kommenden Tagen weiterhin vorsichtig sein.

dpa