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Tragödie auf Mülldeponie: Toter und Vermisste nach Mülllawine auf den Philippinen

Rettungskräfte suchen nach Verschütteten, instabiler Müllberg durch Regenfälle

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Anhaltende Regenfälle machten den Müllberg nach Angaben der Stadtverwaltung instabil.
Foto: Jacqueline Hernandez/AP/dpa

Durch eine enorme Mülllawine ist auf einer Deponie auf den Philippinen ein Mensch gestorben, und viele andere sind verschüttet worden. Mindestens 38 Personen gelten als vermisst, nachdem am Donnerstag große Mengen Abfall eine Recyclinganlage und mehrere Häuser unter sich begruben, wie örtliche Behörden berichteten. Rettungskräfte suchten auch in der Nacht nach Vermissten.

Regen machte Müllberg instabil

Die Stadtverwaltung gab an, dass der Müllberg aufgrund anhaltender Regenfälle instabil wurde. Die meisten der Vermissten waren Mitarbeiter der Deponie und des Recyclinganlage; außerdem wurden nahegelegene einfache Wohnhäuser teilweise verschüttet.

Bilder in sozialen Netzwerken zeigten das eingestürzte Dach und den zerdrückten Metallrahmen der Recyclinganlage sowie weit verstreuten Müll. Nach der Mülllawine war eine Staubwolke über dem Gebiet zu sehen, Schreie und Weinen von Kindern war zu hören.

Laut dem Bürgermeister von Cebu City, Nestor Archival, wurden zwölf Personen aus Müll, Schutt und Trümmern gerettet und in Krankenhäuser gebracht. Cebu City befindet sich etwa 560 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Das südostasiatische Inselreich ist auch bei deutschen Touristen beliebt.

Ähnliches Unglück bereits im Jahr 2000

Die Philippinen haben seit langem mit erheblichen Problemen bei der Abfallentsorgung zu kämpfen. Offene Deponien werden vor allem in ärmeren Wohngebieten als gefährlich angesehen.

Nach tagelangem Starkregen im Juli 2000 geriet in einem Armenviertel von Quezon City im Großraum Manila ein großer Müllberg ins Rutschen. Über 200 Menschen starben, viele wurden vermisst. Trotz beschlossener strengerer Regeln wird ihre Umsetzung als unzureichend angesehen.

dpa