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Müritz unter Eis – größter deutscher Binnensee zugefroren

Eis so weit das Auge reicht: Deutschlands größter Binnensee – die Müritz in Mecklenburg-Vorpommern – ist zugefroren. Vor 30 Jahren befuhren sogar Autos den See, dafür reicht es aktuell nicht.

Eis bedeckt derzeit Seen der Mecklenburgischen Seenplatte - auch die Müritz.
Foto: Jens Büttner/dpa

Die Müritz – Deutschlands größter Binnensee – ist zugefroren. Laut Domenik Oldenburg vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Elbe, Außenbezirk Waren, wurde seit Anfang der Woche bestätigt, dass die Eisdecke des Sees geschlossen ist. Das Randeis ist laut Behördenangaben etwa 20 bis 25 Zentimeter dick, soweit messbar. Zuvor hatte der «Nordkurier» berichtet.

Laut Behörde beträgt die Fläche der Müritz etwa 113 Quadratkilometer. Die maximale Tiefe der Binnenmüritz beträgt ungefähr 30 Meter. Ansonsten ist der See deutlich flacher. Nach früheren Angaben war die Müritz zuletzt 2021 zugefroren.

«Das ist wirklich in den letzten Jahren selten passiert, gerade auch, dass die Müritz komplett zugefroren ist», sagte Sebastian Paetsch, Präsident und Geschäftsführer vom Landesfischereiverband Mecklenburg-Vorpommern. Er könne sich noch an sehr dickes Eis auf der Müritz erinnern, etwa im Winter 1995/1996. «Da hatten wir sogar so dickes Eis auf der Müritz, dass Leute mit dem Auto unterwegs waren.» Bis zu einem halben Meter dick sei das Eis damals gewesen.

Zur Frage, ab wann man das Eis betreten könne, wollte das für Schifffahrt zuständige WSA Elbe keine Aussage treffen. «Generell ist von einer Begehung von Eisflächen auf Seen aber dringend abzuraten!» 

Eissägen stehen parat

Laut Oldenburg gibt es vereinzelt noch offene Stellen, zum Beispiel an Einmündungen oder unter Brücken. An Engstellen wie der Mündung zwischen Kölpinsee und Müritz gibt es eine stärkere Strömung. Wasservögel sammeln sich an solchen Stellen auf der Suche nach Futter und halten sie durch ihre Bewegung und Wärme offen.

Zum Schutz vor Schäden würden ab einer bestimmten Dicke Anlagen am Ufer freigeschnitten, sagte Oldenburg. Sein Team sei «schon in den Startlöchern» und achte darauf, dass die Geräte einsatzfähig sind. Wenn das Eis taue, könne es sich verschieben und so etwa Bootsschuppen beschädigen.

Wie lange das Eis besteht, hängt laut Oldenburg von vielen Faktoren ab. Dazu zählen natürlich die Temperaturen, aber auch, ob gegebenenfalls Wind oder auch Regen dem Eis zusetzt. «Da kann man keine Prognose abgeben.»

dpa