Neuer Largo Maradona: Nach jahrelangem Streit über Händler und Genehmigungen plant Neapel eine öffentliche Umgestaltung des Pilgerorts für Fans von Diego Maradona.
Nach Streit: Neapel gestaltet Maradona-Kultstätte um

Nach langen Diskussionen zeichnet sich eine Lösung im Streit um den berühmten Maradona-Pilgerort im Herzen von Neapel ab. Die süditalienische Stadt hat grünes Licht für eine umfassende Umgestaltung des Largo Maradona gegeben, der seit Jahren Touristen und Fans des 2020 verstorbenen Fußballers Diego Maradona aus aller Welt anzieht. Der Argentinier wird als Legende angesehen, da er von 1984 bis 1991 beim SSC Neapel spielte.
Der kleine Platz im Herzen der Quartieri Spagnoli (Spanisches Viertel), der offiziell Largo Emanuele De Deo genannt wird, ist seit Jahren Schauplatz von Konflikten zwischen Händlern, Anwohnern und Behörden. Polizeikontrollen, beschlagnahmte Stände mit Maradona-Devotionalien und ungelöste Genehmigungsfragen führten wiederholt zu Spannungen.
Maradona-Wandbild mit Laken verhüllt
Im letzten Jahr eskalierte der Konflikt, als die Polizei eine umfangreiche Razzia am Largo Maradona durchführte: Verschiedene Stände wurden beschlagnahmt und die Händler erhielten Bußgeldbescheide. Als Protest bedeckten die Betreiber den Pilgerort mit einer Plastikplane. Auch das berühmte Maradona-Wandbild, das den jungen Diego im Napoli-Trikot an einer Hauswand zeigt, wurde verhüllt.
Der bislang ungeordnet genutzte und überfüllte Bereich des Largo Maradona wird nun der Gemeinde übertragen. Diese veranlasste direkt eine neue Gestaltung: Geplant sind eine neue Pflasterung, Sitzbänke, Pflanzen, schattenspendende Pergolen sowie mobile Kioske. Neapels Bürgermeister Gaetano Manfredi spricht von einem «neuen Kapitel» für den Largo Maradona.
Streitpunkt Gewerbelizenzen gelöst?
Durch die Übertragung des Bereichs an die Gemeinde soll auch der zentrale Streitpunkt zwischen Behörden und Händlern gelöst werden. Die Frage der Gewerbelizenzen der Straßenverkäufer und Imbissbetreiber dort war unklar und führte zu Razzien. Die Geschäfte der Händler sollen dadurch legalisiert werden.








