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Ohne Guirassy: VfB strauchelt nach Hack-Doppelpack

Ersatzgeschwächt startet der VfB Stuttgart mit einer Niederlage ins neue Jahr. Borussia Mönchengladbach bringt beim 3:1 endlich mal wieder eine Führung über die Zeit.

Borussia Mönchengladbach um Torschütze Robin Hack (l) hat dem VfB Stuttgart einen Dämpfer zum Jahresanfang verpasst.
Foto: Federico Gambarini/dpa

Das Bundesliga-Überraschungsteam VfB Stuttgart ist ohne Top-Torjäger Serhou Guirassy zum Hinrunden-Abschluss ins Straucheln geraten.

Borussia Mönchengladbach gewann das Spiel gegen den Tabellendritten mit 3:1 (2:0) nach einem Doppelpack von Robin Hack in der 1. und 19. Minute sowie einem Tor von Joker Jordan Siebatcheu in der 90.+1 Minute. Josha Vagnoman erzielte den einzigen Anschlusstreffer für die Schwaben in der 55. Minute vor 53.429 Zuschauern.

Obwohl sie erneut gegen ihren ehemaligen Lieblingsgegner verloren haben, bleiben die Stuttgarter mit 34 Punkten nach 17 Spielen weiterhin auf Kurs für die Champions League. Die Borussia hat sich mit nun 20 Punkten auf den zehnten Platz der Tabelle vorgeschoben.

Das Fehlen des 17-maligen Torschützen Guirassy, der mit Guinea beim Afrika-Cup weilt, war den Gästen deutlich anzumerken. Gleichzeitig muss das Team von Trainer Sebastian Hoeneß momentan auch auf Silas Wamangituka (ebenfalls Afrika-Cup), Hiroki Ito und Woo-yeong Jeong (beide Asienmeisterschaft) verzichten.

Gladbach nach Doppelpack zurückhaltend

Die VfB-Abwehr wurde bereits nach 21 Sekunden überrumpelt, als Hack einen geraden Pass von Gladbachs Senkrechtstarter Rocco Reitz ins lange Eck schoss. Stuttgarts Schlussmann Alexander Nübel konnte gegen den starken Schuss des 25 Jahre alten Linksaußen der Gladbacher nichts ausrichten.

In der Folgezeit überließen die Gladbacher den Gästen die volle Kontrolle über das Spiel, blieben jedoch aggressiv und waren bei einigen Umschaltmomenten deutlich gefährlicher als der VfB. Die Stuttgarter wurden schon nach knapp 20 Minuten erneut von Hack überrascht. VfB-Kapitän Waldemar Anton, der vor dem Spiel seinen Vertrag bis 2027 verlängert hatte, hob kurz zuvor unglücklicherweise das Abseits auf. Für Hack war es der erste Doppelpack seiner Karriere in der Bundesliga.

Die Schwaben hatten bis zur Pause weiterhin Schwierigkeiten mit dem vielen Ballbesitz. Erst nach etwa 30 Minuten hatte der VfB seine erste echte Chance. Sturm-Alleinunterhalter Deniz Undav konnte jedoch einen Fehler von Julian Weigl im Aufbau nicht ausnutzen und setzte den Ball an den Außenpfosten. Später sah Gladbach-Kapitän Weigl seine fünfte Gelbe Karte und wird am kommenden Wochenende gegen den FC Augsburg fehlen müssen.

VfB vergibt Ausgleichschance

Mit einer 2:0-Führung im Rücken war es für die Gladbacher einfacher, zumindest bis zum Seitenwechsel zu verteidigen. Die Stamm-Verteidiger Ko Itakura (Asien-Cup) und Maximilian Wöber (gesperrt) mussten auf das Spiel verzichten. In der Pause gab es zwei Wechsel: Jamie Leweling und Anthony Rouault kamen ins Spiel und die Gäste erhöhten den Druck.

Der französische Spieler Rouault scheiterte kurz nach dem Seitenwechsel am gut reagierenden Moritz Nicolas im Tor von Gladbach. Nach 55 Minuten war jedoch auch der 26-jährige Torhüter machtlos gegen den Schlenzer von Vagnoman. Die Gladbacher fanden nun kaum noch Entlastung, verteidigten aber leidenschaftlich. In der Nachspielzeit gelang sogar das erlösende 3:1, womit die Borussia endlich mal wieder eine Führung über die Zeit brachte.

Am Ende endete das Spiel erneut mit einer Niederlage für Stuttgart am Niederrhein. Obwohl der VfB bei keinem anderen Verein in der Bundesliga häufiger gewonnen hat, konnte er in den letzten zehn Jahren nur noch einen Sieg verbuchen.

dpa