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Ozapft is: Münchner Oktoberfest hat begonnen

Bier, Wiesn-Wirte, Besucher, Sicherheitsvorkehrungen, Preise und tödlicher Arbeitsunfall prägen den Start des Festes.

Der Start des Oktoberfests ist sonnig.
Foto: Felix Hörhager/dpa

Ozapft is: Das Oktoberfest in München hat begonnen. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat am Samstag um Punkt 12.00 Uhr im Schottenhamel-Zelt das erste Fass Bier mit zwei Schlägen angezapft und somit das Fest eröffnet. Der Start des Volksfestes – und des Bierausschanks – wurde durch Böllerschüsse verkündet. Traditionsgemäß reichte Reiter die erste frisch gezapfte Maß Bier an Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), um mit ihm auf eine friedliche Wiesn anzustoßen.

Wetter: Sonnig und trocken 

Die Wiesnwirte fuhren bei herbstlich milden Temperaturen und Sonnenschein in festlich geschmückten Kutschen zum Festgelände. Die Prognosen für das erste Wiesn-Wochenende sehen gut aus – zumindest am Sonntag bleibt es um die 20 Grad warm. Danach wird es wieder kühler – und es wird auch regnen.

Bereits früh am Morgen hatten die ersten Wiesn-Fans – meist in Dirndl und Lederhose – an den Eingängen auf die Öffnung des Festgeländes gewartet. Als sich die Tore gegen 9.00 Uhr öffneten, stürmten Hunderte im Laufschritt Richtung Festzelte, um einen guten Platz zu ergattern.

Es wird erwartet, dass bis zum 6. Oktober etwa sechs Millionen Besucher zur Wiesn kommen, die als das größte Volksfest der Welt gilt. Im letzten Jahr kamen 7,2 Millionen Gäste zu dem 18-tägigen Fest – so viele wie noch nie zuvor seit Beginn der Statistik im Jahr 1980, laut der Zählung der Stadt München als Veranstalterin.

Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen 

Die Wiesn begann unter strengeren Sicherheitsvorkehrungen. Als Reaktion auf die mutmaßlich islamistisch motivierten Anschläge in Solingen und München werden die Kontrollen an den Eingängen während der Festtage verstärkt, darunter werden erstmals Hand-Metalldetektoren eingesetzt. Etwa 600 Polizisten sollen an den 16 Festtagen im Dienst sein. Zusätzlich werden Tausende Ordner eingesetzt, wobei allein die Stadt 1.200 bis 1.500 stellt.

Die Überwachung des Geländes wird durch Kontrollen an den Eingängen und eine starke Präsenz der Polizei gewährleistet. Größere Taschen, Messer und Glasflaschen sind verboten. Drohnen sind über dem Gelände ebenfalls nicht erlaubt. Videokameras unterstützen bei der Überwachung.

Bier teurer, Trinkwasser kostenlos

Das Bier wird erneut teurer. Eine Maß kostet zwischen 13,60 und 15,30 Euro. Tafelwasser kostet im Durchschnitt über zehn Euro pro Liter. Seit dem letzten Jahr wird kostenlos Trinkwasser an Brunnen auf dem Festgelände angeboten. Im südlichen Teil der Theresienwiese findet die traditionelle Oide Wiesn mit Blasmusik, Volkstanz und historischen Fahrgeschäften statt.

Tragischer Unfall

Ein tödlicher Arbeitsunfall überschattete den Aufbau des Festes. Ein 20 Jahre alter Arbeiter wurde bei einer Testfahrt an der berühmten Olympia-Looping-Achterbahn von einem Zug erfasst und verstarb im Krankenhaus. Trotzdem sollte die Bahn nach der TÜV-Freigabe am Samstag eröffnen.

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dpa