China schickt Pandabären nach San Diego und Washington als Symbol der Freundschaft, doch sie sind nur Leihgaben.
Neue Pandabären in den USA angekommen

Premiere für Xin Bao und Yun Chuan: Mit den beiden Leihgaben aus China sind in einem südkalifornischen Zoo erstmals seit 21 Jahren wieder neu eingetroffene Pandabären in den USA zu sehen. Nach Abschluss der Eingewöhnungsphase feierte der Zoo von San Diego die Eröffnung des Geheges «Panda Ridge». Das fast fünf Jahre alte Pandamännchen Yun Chuan und das knapp vier Jahre alte Weibchen Xin Bao zeigten sich in ihrem neuen Zuhause der Öffentlichkeit.
China hatte im Februar die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags mit dem kalifornischen Zoo bekannt gegeben. Ende Juni trafen die Tiere dort ein. Bis jetzt konnten sie sich an ihre neue Umgebung – ein weitläufiges Habitat mit Bäumen und Felsen – ohne Besucher gewöhnen. Bärin Xin Bao habe ein großes rundes Gesicht und flauschige Ohren, das Pandamännchen sei dagegen an seiner langen, spitzen Nase zu erkennen, erklärte der Zoo. Seine Mutter Zhen Zhen war 2007 als viertes Panda-Baby in San Diego geboren worden und 2010 nach China zurückgekehrt.
Im Herbst des letzten Jahres mussten mehrere Pandas den Zoo in der US-Hauptstadt Washington verlassen, der jahrzehntelang Große Pandas beherbergt hatte – der Leihvertrag war ausgelaufen. Bis Ende 2024 sollen in Washington zwei neue Pandabären – ein Männchen und ein Weibchen – als Leihgaben Chinas eintreffen.
Pandas als Leihgaben
Pandas gelten als Symbole der Freundschaft zwischen China und den Ländern, in die sie von der Volksrepublik geschickt werden. Es gibt seit vielen Jahren eine «Panda-Diplomatie», die Peking auch strategisch einsetzt, um ein positives China-Bild zu vermitteln und sich für politische Gefälligkeiten erkenntlich zu zeigen. Allerdings handelt es sich stets nur um Leihgaben, die – ebenso wie im Ausland gezeugte Jungtiere im Alter von etwa zwei bis vier Jahren – nach China zurückgebracht werden müssen. Die USA hatten 1972 nach dem historischen Besuch des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon in Peking zwei Bären geschenkt bekommen.
Die schwarz-weißen Bären, die bei vielen Zoo-Besuchern beliebt sind, stammen größtenteils aus Chinas südwestlicher Provinz Sichuan. Große Pandas gelten nicht nur als sehr niedlich, sondern sind auch äußerst selten. Laut dem World Wide Fund For Nature (WWF) leben in China etwas mehr als 1800 Große Pandas in freier Wildbahn.
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