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Olympia-Gold im Kajak-Zweier für Lemke und Schopf

Die deutschen Kanuten holen das nächste Gold bei den Olympischen Spielen in Paris. Für die Frauen gibt es Bronze.

Der Kajak-Zweier mit Paulina Paszek und Jule Hake.
Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Die Kanuten Max Lemke und Jacob Schopf haben bei den Olympischen Spielen in Paris die Goldmedaille gewonnen. Das Duo setzte sich im Kajak-Zweier über 500 Meter durch. Die zweite deutsche Medaillenhoffnung erfüllte sich aber nicht, Max Rendschmidt und Tom Liebscher-Lucz gingen als Fünfte leer aus. Erstmals in der olympischen Kanu-Geschichte hätten zwei deutsche Kajak-Zweier bei den Männern eine Medaille gewinnen können.

Rendschmidt, Lemke, Schopf und Liebscher-Lucz hatten bereits am Donnerstag gemeinsam Gold im Kajak-Vierer über 500 Meter gewonnen.

Die Deutschen hatten bei den noch von der Corona-Pandemie beeinflussten Spielen in Tokio ihre Konzentration auf die großen Paradeboote im Vierer aufgrund des Zeitplans gelegt. Erst danach fanden die Zweier-Rennen statt.

Die Doppelbelastung in kürzester Zeit in den Vorläufen wurde extra trainiert. Dank der Vorlaufsiege sparte man sich den Umweg über die Viertelfinals. «Wir unterstützen uns da auch gegenseitig. Egal, wer am Ende die Nase im Zweier vorn hat, wir können uns dann gemeinsam über den Zweier-Erfolg freuen», sagte Lemke.

Im Nautical Stadium von Vaires-sur-Marne, wo der Wind extrem von hinten kommt und erstmals sehr unruhiges Wasser ist, beobachtete auch Bundeskanzler und Hobby-Ruderer Olaf Scholz (SPD) das Geschehen von der Tribüne. Das bislang letzte Gold im Kajak-Zweier hatte Max Rendschmidt 2016 mit Marcus Groß geholt – allerdings über die 1.000 Meter.

Frauen holen Bronze im Kajak-Zweier

Paulina Paszek und Jule Hake hatten zuvor die Bronzemedaille im Kajak-Zweier der Frauen über 500 Meter gewonnen. Nach dem Zieleinlauf musste das Duo lange auf das Ergebnis warten und konnte schließlich jubeln, da zweimal Bronze vergeben wurde. Zeitgleich erreichte das deutsche Team mit den Ungarinnen Noemi Pupp und Sara Fojt das Ziel.

Die Neuseeländerinnen Lisa Carrington und Alicia Hoskin gewannen Gold, während sich die Ungarinnen Tamara Csipes und Alida Dora Gazso über Silber freuten. Das zweite deutsche Duo Lena Röhlings und Pauline Jagsch belegte den sechsten Platz.

Es gab den bisher letzten deutschen Olympiasieg in dieser Disziplin im Jahr 2012 durch Franziska Weber und Tina Dietze, die 2016 in Rio noch Bronze gewonnen haben.

dpa