Der Medizin-Nobelpreis hat traditionell den Auftakt gemacht, nun folgt die Auszeichnung in der Kategorie Physik. 2023 war auch in Deutschland forschender Physiker unter den Preisträgern gewesen.
Physik-Nobelpreisträger werden verkündet

Nach der Medizin folgt die Physik: Die nächsten Nobelpreisträger werden am Dienstag in Stockholm bekannt gegeben. Frühestens um 11.45 Uhr wird die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften verkünden, wer in diesem Jahr mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet wird.
Im letzten Jahr war auch ein Wissenschaftler, der in Garching bei München forscht und aus Ungarn stammt, unter den Preisträgern gewesen. Ferenc Krausz erhielt den Nobelpreis zusammen mit dem französisch-amerikanischen Physiker Pierre Agostini und der französisch-schwedischen Professorin Anne L’Huillier für Experimente, die der Menschheit neue Instrumente zur Erforschung von Vorgängen in Atomen und Molekülen gegeben haben.
Die Nobelpreise wurden von Alfred Nobel (1833-1896), dem Erfinder des Dynamits und Stifter des Preises, ins Leben gerufen. Gemäß Nobels Testament sollen sie diejenigen würdigen, die im vergangenen Jahr in den verschiedenen Kategorien den größten Nutzen für die Menschheit gebracht haben. Die Physik ist die erste Kategorie, die Nobel in seinem Testament erwähnte. Die zeitliche Vorgabe wird von den zuständigen Nobelkomitees in der Regel nicht allzu streng ausgelegt: Viele Preisträger werden erst Jahre oder Jahrzehnte nach ihrer wegweisenden Forschung mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Seit 1901 wurden bisher 224 verschiedene Physik-Nobelpreisträger ausgezeichnet, darunter nur fünf Frauen. Der US-Physiker John Bardeen ist bisher der einzige, der die Auszeichnung in dieser Kategorie zweimal erhalten hat.
Medizin-Nobelpreis für US-Forscher
Die Nobelpreisträger für Physiologie oder Medizin, Victor Ambros und Gary Ruvkun, wurden bereits am Montag bekannt gegeben. Sie wurden für ihre Entdeckung der microRNA und ihrer Rolle bei der Genregulierung ausgezeichnet.
In diesem Jahr sind alle Nobelpreise mit elf Millionen schwedischen Kronen (knapp 970.000 Euro) pro Kategorie dotiert. Wenn mehrere Preisträger gemeinsam ausgezeichnet werden, wird das Preisgeld unter ihnen aufgeteilt. Die Nobelpreise werden traditionell am 10. Dezember, dem Todestag von Nobel, feierlich überreicht.








