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Tragödie auf dem Bodensee: Zwei Segler tödlich verunglückt

Die Männer wurden tot im See vor Münsterlingen gefunden. Die Suche endete tragisch, die Regatta abgesagt.

Nun gibt es Gewissheit: Die zwei am Bodensee vermissten Segler sind tot.
Foto: Raphael Rohner/CH-Media/swd/dpa

Auf dem Weg zu einer Regatta auf dem Bodensee sind zwei Segler tödlich verunglückt. Die Männer wurden am Samstagmittag im See vor Münsterlingen in der Schweiz gefunden, wie Ermittler mitteilten. Sie hätten nur noch tot geborgen werden können. Die 38 und 39 Jahre alten Segler waren nach Angaben des Ausrichters auf dem Weg zur «Regatta der Eisernen». Der für Samstag geplante Wettbewerb war wegen des Unglücks abgesagt worden. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Die beiden Deutschen starteten am Freitag in Friedrichshafen. Ihr Ziel war es, die gut 20 Kilometer nach Konstanz zu segeln, wo die Wettfahrt einen Tag später geplant war. Allerdings erreichten sie ihr Ziel nie und wurden als vermisst gemeldet. Am Samstagmorgen wurde das gekenterte Boot der Segler vor dem Schweizer Bodensee-Ufer von Zeugen entdeckt.

Mehrere Schiffe und Einsatzkräfte aus Deutschland, der Schweiz und Österreich waren an der anschließenden Suche beteiligt. Trotzdem zerschlug sich die Hoffnung, die zwei Männer noch lebend zu finden. Die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen hat ein Verfahren eröffnet, um die Umstände zu klären.

Winterliche Bedingungen

Die «Regatta der Eisernen» findet traditionell auf dem Bodensee vor Konstanz statt. Bei der Premiere im Jahr 1975 waren nur wenige Boote an den Start gegangen – mittlerweile gehört sie dem Ausrichter zufolge zu den größten Binnenregatten Europas. Im Schnitt nähmen jedes Jahr mehr als 220 Boote aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil.

Einige Segler tragen bei der Regatta ein Weihnachtsmannkostüm – oder stellen einen Christbaum an Deck auf. Die Teilnehmer kämpfen bei der Wettfahrt zu dieser Jahreszeit manchmal auch mit Schneetreiben, vereisten Decks und Nebel. Laut dem Regatta-Leiter beträgt die aktuelle Wassertemperatur des Bodensees etwa acht Grad.

Schnelle Wetterwechsel am Bodensee

Der Bodensee wird von Seglern und anderen Wassersportlern als gefährliches Gebiet angesehen. Dies liegt unter anderem an der Nähe zu den Alpen, wodurch sich das Wetter hier rasch ändern kann. Laut Angaben des Landratsamts Bodenseekreis sind der Föhn, ein warmer Fallwind aus den Alpen, sowie plötzlich auftretende Sturmböen bei Sommergewittern besonders gefährlich.

dpa