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Umstrittene "Problembärin" Gaia soll in den Schwarzwald ziehen

Gehegebau und Spendenaufruf für den Umzug der Bärin aus Norditalien in Alternativen Wolf- und Bärenpark.

In Italien haben Umweltschützer für die Befreiung von der Bärin JJ4 demonstriert. (Archivbild)
Foto: Enrico Pretto/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Läuft alles nach Plan, soll die «Problembärin» Gaia aus Norditalien gegen Ende dieses Jahres in den Alternativen Wolf- und Bärenpark im Schwarzwald ziehen. Noch seien aber das Gehege bei Bad Rippoldsau-Schapbach im Bau und der Transport nicht geplant, sagte ein Sprecher der Stiftung für Bären. Allein für den Bau veranschlagt diese demzufolge rund eine Million Euro – und sucht daher Spenden. 

Im April des letzten Jahres hatte die Bärin namens JJ4 in Italien einen 26-jährigen Jogger angegriffen und getötet. Die Provinzregierung von Trentino und Tierschützer waren vor Gericht uneins über das Schicksal der Bärin. Die Provinz entschied, das Tier zu töten. Gerichte stoppten jedoch das Dekret nach Eilanträgen von Tierschützern.

Tierschützer: Umzug nur eine Kompromisslösung

Gaia war lebend gefangen und vorübergehend in ein Gehege in der Nähe von Trient gebracht worden. Es war schon länger geplant, dass sie in den Park im Landkreis Freudenstadt umziehen sollte.

«Es bleibt dennoch eine Kompromisslösung», erklärte die Stiftung im Internet. «Denn auch wenn JJ4 nun weiter leben darf, so geschieht dies – trotz bester Haltungsbedingungen – nicht ohne Leid. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit den einstigen Wildbärinnen Jurka und Isa in unserem Schwarzwälder Tierschutzprojekt.» Es dauere lange, bis der Freiheitswille eines Wildbären gebrochen ist. Vermutlich erlische er nie völlig.

Laut Angaben wird die neue Freianlage nach höchstem Sicherheitsstandard errichtet. Gaia soll sich dort abseits der Besucher an das Leben in Gefangenschaft gewöhnen.

dpa