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Regierung: Briten sollen «Zombiemesser» abgeben

In Großbritannien sterben immer wieder Menschen bei Messerangriffen, darunter Jugendliche. Die Regierung verschärft die Vorgaben und wendet sich mit einer dringenden Bitte an die Öffentlichkeit.

Briten sollen Macheten und Zombiemesser bei der Polizei abgeben.
Foto: Stefan Rousseau/PA Wire/dpa

Die Regierung Großbritanniens bekämpft Messergewalt, indem sie die Bürger auffordert, Macheten und sogenannte Zombiemesser abzugeben – dies sind Stichwaffen mit großen, verzierten Klingen. „Wer seine Waffen abgibt, muss vor einem geplanten Verbot keine Nachteile befürchten“, teilte die Regierung in London mit.

In England und Wales sollen Messer mit solchen Klingen vom 24. September an verboten werden, bisherige Vorgaben sollen damit nachgebessert werden. «Es gibt keinen legitimen Grund, dass sich eine solche Waffe in unserem Zuhause oder auf der Straße befindet», sagte Polizei-Staatssekretärin Diana Johnson.

In Großbritannien kommen regelmäßig Menschen bei Messerattacken ums Leben, darunter viele Jugendliche. Zuletzt sorgten erneut Bilder von mehreren jungen Männern, die mit Macheten in der Öffentlichkeit aufeinander losgehen, für Entsetzen.

Prominente Unterstützung gegen Messergewalt

Schauspieler Idris Elba setzt sich mit seiner Kampagne «Don’t Stop Your Future» für strengere Vorgaben und mehr Geld für die Jugendhilfe ein. Die Regierung will Fälle von Messergewalt innerhalb von zehn Jahren halbieren.

«Es ist absolut wichtig, dass Mitglieder der Öffentlichkeit sich melden und ihre Waffen sicher abgeben», sagte Staatssekretärin Johnson. «Wir bieten Menschen die Chance, das Richtige zu tun – und dabei zu helfen, dass unsere Straßen sicherer werden, dass der Verlust weiterer Menschenleben verhindert und so viele in Zukunft gerettet werden.»

Die Stichwaffen können vom 26. August bis 23. September bei Polizeistationen in England und Wales abgegeben werden, auch anonym. Erst danach droht den Besitzern eine Haftstrafe. Das Verbot wurde bereits von der konservativen Regierung des ehemaligen Premierministers Rishi Sunak angekündigt.

dpa