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Champions League: BVB hofft trotz Remis auf Viertelfinaleinzug

Borussia Dortmund kann trotz einer dürftigen Vorstellung weiter auf den ersten Viertelfinaleinzug in der Champions League seit 2021 hoffen. Mit dem 1:1 bei der PSV Eindhoven verschaffte sich das Team von Trainer Edin Terzic eine passable Ausgangsposition für das Achtelfinal-Rückspiel.

Emre Can (r) und der BVB trennten sich von Eindhoven 1:1.
Foto: Federico Gambarini/dpa

Trotz einer mäßigen Leistung hat Borussia Dortmund weiterhin die Chance auf den ersten Viertelfinaleinzug in der Champions League seit 2021.

Mit dem 1:1 (1:0) bei der PSV Eindhoven hat die Mannschaft von Trainer Edin Terzic eine solide Ausgangsposition für das Achtelfinal-Rückspiel am 13. März in Dortmund erreicht. Allerdings präsentierte sich der bereits weit abgeschlagene BVB im Vergleich zur erfolgreichen Gruppenphase in der Königsklasse nicht von seiner besten Seite.

Vor 35.000 Zuschauern im ausverkauften Philips Stadion erzielte Donyell Malen in der 24. Minute die Führung gegen seinen ehemaligen Club. Allerdings sorgte der Treffer von Luuk de Jong (54./Foulelfmeter) dafür, dass die von Peter Bosz trainierten Niederländer ein verdientes Unentschieden erreichten.

Die Anfangsminuten verliefen genau wie erwartet oder sogar schlimmer: aus Dortmunder Sicht. Denn PSV übte Druck aus. In der Liga ungeschlagen mit nur zwei Unentschieden, aber 20 Siegen drängten die Gastgeber den BVB in dessen Hälfte. Auch vor Keeper Alexander Meyer, der kurzfristig ins Tor der Gäste rücken musste, machten die Angreifer bei ihrem Forechecking in vorderster Reihe keinen Halt.

Terzics Team hatte Schwierigkeiten mit der Spielweise – wie bereits so oft in dieser Saison. Dies führte dazu, dass das Aufbauspiel fehlerhaft war, Ballverluste sofort auftraten und Entlastung nicht von langer Dauer war.

Gleich zwei wichtige Spieler fehlen BVB kurzfristig

Neben Stammkeeper Gregor Kobel, der sich offenbar beim Aufwärmen eine Muskelverletzung zugezogen hatte, fiel bei den Westfalen auch noch Niklas Süle erkrankt kurzfristig aus. An dessen Stelle rückte Routinier Mats Hummels in die Viererabwehrkette, die allen voran auf PSV-Kapitän de Jong aufpassen musste. Doch nicht nur auf einen der Topscorer in Europa, in der 17. Minute tauchte Malik Tillmann völlig unbedrängt am Strafraum auf. Er zielte aber zu ungenau.

Vorher hatte Malen, der rechtzeitig wieder fit war, einen Versuch in Richtung des PSV-Tores gestartet. Der Schuss des ehemaligen Profis des 24-maligen niederländischen Meisters war jedoch weder fest noch platziert genug. Trotzdem war die erste intensive Drangphase der Gastgeber überstanden.

Kein allzu ausgelassener Jubel beim BVB-Torschützen

Der BVB drängte in die Hälfte der PSV und über Marcel Sabitzer gelangte der Ball zu Malen. Der Niederländer, der im Sommer 2021 von Eindhoven nach Dortmund gewechselt war, dribbelte sich durch und schoss in die kurze Ecke, wobei der Ball noch abgefälscht wurde. Malen verzichtete an seiner alten Wirkungsstätte aus Respekt auf allzu ausgelassenen Jubel.

Er dürfte auch vermutet haben, dass die Gastgeber keineswegs aufgeben würden. Und sie bekamen erneut Chancen, da die Defensive des BVB zu fehlerhaft agierte.

Hummels-Grätsche führt zum Elfmeter

Am Ende der ersten Halbzeit hielt Ersatztorwart Meyer den Kasten der Borussen sauber. Eine Verschnaufpause gab es nur in der Pause, danach dominierte wieder PSV das Spiel. Der BVB wirkte wie zu Beginn der ersten Hälfte zu passiv, verlor leicht den Ball im Spielaufbau und konnte keine Entlastung schaffen.

Nachdem Hummels den Ball bei einem Tackling traf und auch Tillmann, entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Trotz Hummels‘ Unwillen wurde diese Entscheidung auch vom Video-Schiedsrichter bestätigt. De Jong kümmerte sich nicht darum, der PSV-Kapitän verwandelte den Elfmeter ruhig und flach in die Ecke für sein insgesamt 28. Saisontor in allen Wettbewerben.

Nach circa einer Stunde ersetzte Terzic Marco Reus nach einer unscheinbaren Leistung im Team und brachte den Nationalspieler Julian Brand als frischen Spieler für die Offensive. Kurz darauf wurde Marius Wolf im Mittelfeld für Jadon Sancho eingewechselt und scheiterte dann knapp mit einem Freistoß. Dennoch war Eindhoven insgesamt dem Siegtor deutlich näher. Nur mit großer Anstrengung konnte der BVB das Unentschieden retten.

dpa