Bei Ermittlungen gegen eine riesige Kinderporno-Plattform im Darknet vermelden die Ermittler einen großen Erfolg: Die Seite sei abgeschaltet, führende Hintermänner sitzen in Untersuchungshaft.
Große Kinderporno-Plattform nach Ermittlungen abgeschaltet

Eine große Darknet-Plattform für kinderpornografische Inhalte ist laut NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nach einem Schlag gegen führende Hintermänner abgeschaltet. Die Zahl der User auf der Seite sei in die Hunderttausende gegangen. Der Fall sei «schwindelerrengend groß» sagte Reul.
In sechs Bundesländern fanden im September Durchsuchungen statt. Die Ermittler konnten umfangreiches Beweismaterial sicherstellen. Insgesamt wurden 1517 Asservate wie Laptops und Handys entdeckt. Die beschlagnahmten DVDs und Videokassetten füllten allein 94 Umzugskartons. Die genaue Datenmenge kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Auf dem Computer eines einzigen Beschuldigten müssen 13,5 Terabyte Daten ausgewertet werden – das entspricht etwa 3,4 Millionen Fotos, so der Minister.
Die Verdächtigen stammen aus verschiedenen Bundesländern, darunter Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Sechs von ihnen befinden sich in Untersuchungshaft.
Sie gelten als «führende Hintermänner» der Darknet-Plattform. Ermittelt werde gegen sie wegen bandenmäßiger Verbreitung kinderpornografischer Inhalte. Auf der Darknet-Plattform seien Bild- und Videodateien verbreitet, in denen der sexuelle Missbrauch von minderjährigen Mädchen gezeigt werde.
[Darknet-Plattform für Kinderpornografie abgeschaltet,Der Skandal umfasst hunderttausende User und 1517 Asservate, die sichergestellt wurden.]








