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Deutschland auf dem Weg zur WM 2026

DFB-Elf setzt sich gegen Italien durch und qualifiziert sich für das Finalturnier der Nations League. Die WM-Qualifikation startet im September in einer Vierergruppe.

Mit dem Rückspiel gegen Italien entscheidet sich auch der Weg der Nationalmannschaft zur WM.
Foto: Antonio Calanni/AP/dpa

Nur noch ein Schritt, dann kann Julian Nagelsmann mit der konkreten Planung für den Weg zur WM 2026 beginnen. Nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel des Viertelfinals der Nations League gegen Italien deutet viel darauf hin, dass der Bundestrainer mit der Fußball-Nationalmannschaft den von ihm bevorzugten Kurs Richtung Amerika einschlagen wird. Die Entscheidung fällt am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) mit dem Rückspiel gegen die Squadra Azzurra in Dortmund.

Nagelsmanns Wunsch-Szenario:

Deutschland gewinnt gegen Italien und sichert sich einen Platz im Finalturnier der Nations League, das vom 4. bis 8. Juni in München und Stuttgart stattfindet. Die DFB-Elf wird am 4. Juni in der Allianz Arena gegen Portugal oder Dänemark antreten – ein mögliches Duell mit Cristiano Ronaldo, wenn die Portugiesen das 0:1 aus dem Hinspiel aufholen.

Das Endspiel wird am 8. Juni auch in München ausgetragen, das Spiel um den dritten Platz am selben Tag in Stuttgart. Mögliche Gegner sind dann die Sieger der anderen Viertelfinals zwischen Frankreich und Kroatien (Hinspiel 0:2) sowie Spanien und den Niederlanden (2:2).

Die Qualifikation für die WM beginnt für Deutschland erst im September in einer Vierergruppe. Die ersten Spiele finden in der Slowakei (4. September) und in Köln gegen Nordirland (7. September) statt. Im Oktober wird in Sinsheim gegen Luxemburg (10.10.) und in Nordirland (13.10.) gespielt. Die Entscheidung über die WM-Teilnahme fällt spätestens mit den Spielen am 14. November in Luxemburg und am 17. November in Leipzig gegen die Slowakei.

Der Plan B:

Spielt Deutschland den Vorsprung gegen Italien noch aus, wird das Final Four der Nations League ohne die DFB-Elf stattfinden. Die WM-Qualifikation für Julian Nagelsmann startet dann bereits im Juni in einer Fünfergruppe. Dabei wird es auch Erling Haaland statt Ronaldo geben, der erste Spieltag ist am 6. Juni in Norwegen, gefolgt von einem Heimspiel in Stuttgart gegen Moldau am 9. Juni.

Im September wird mit einem Heimspiel gegen Estland in Köln (6. September) und dem Auswärtsspiel gegen Israel (9. September) fortgefahren, das aufgrund des Krieges derzeit nicht in Israel stattfinden kann. Im Oktober geht es zunächst nach Estland (11.10.) und dann in Sinsheim gegen Israel (14.10.). Der Abschluss erfolgt im November mit einem Auswärtsspiel in Moldau (13.11.) und dem Heimspiel gegen Norwegen in Leipzig (16.11.).

Der Modus: 

Bei der Mega-WM 2026 nehmen erstmals insgesamt 48 Teilnehmer teil, darunter 16 Mannschaften aus Europa. Die zwölf Gruppensieger sind automatisch qualifiziert. Die zwölf Gruppenzweiten werden im März 2026 zusammen mit vier noch nicht qualifizierten Gruppensiegern aus der Nations League in zwei K.o.-Runden um die verbleibenden vier europäischen WM-Tickets kämpfen. Die Weltmeisterschaft findet vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko statt.

https://x.com/FIFAWorldCup/status/1903068662107607448

Ein entscheidender Termin auf dem Weg zur WM ist die Gruppenauslosung, die wahrscheinlich kurz vor Weihnachten stattfinden wird. Derzeit sieht es so aus, als ob Deutschland Italien noch vom neunten Platz in der Weltrangliste verdrängen könnte. Diese Platzierung ist von Bedeutung, da die besten neun Teams in Topf eins gesetzt werden. Die DFB-Elf würde somit starken Gegnern wie Argentinien, Spanien oder Frankreich in der Gruppenphase aus dem Weg gehen und auch die klimatisch und organisatorisch anspruchsvolle Gruppe A mit Mexiko umgehen.

dpa