Borussia Dortmund musste eine herbe Niederlage einstecken, nachdem der Aufwärtstrend in der Bundesliga abrupt endete. Trotz zwischenzeitlicher Führung war die Effizienz bei Standards entscheidend.
Erste Niederlage nach Aufwärtstrend: BVB verliert gegen Hoffenheim

Das siebte Spiel brachte die erste Niederlage: Der positive Trend von Borussia Dortmund in der Bundesliga seit Ende der Winterpause endete abrupt. Beim 2:3 (2:1) gegen die TSG 1899 Hoffenheim erlitt das Team von Trainer Edin Terzic einen schweren Rückschlag im Kampf um die Champions League-Plätze.
Die Treffer von Ihlas Bebou (2. Minute) und Maximilian Beier (61./64) vor 81.365 Zuschauern im vollbesetzten Signal Iduna Park verhinderten, dass der Tabellenvierte die Möglichkeit hatte, den Vorsprung auf den in München unterlegenen Verfolger aus Leipzig auf vier Punkte auszubauen.
Wie in den vorherigen beiden Spielen in Wolfsburg (1:1) und Eindhoven (1:1) blieb der Vizemeister trotz einer zwischenzeitlichen Führung durch Donyell Malen (21.) und Nico Schlotterbeck (25.) hinter den Erwartungen zurück. Die Gäste feierten hingegen ihren ersten Erfolg nach zuvor acht sieglosen Pflichtspielen und verbesserten sich auf den siebten Platz.
Can-Blackout leitet TSG-Führung ein
Ein Blackout von Emre Can, der den wegen einer kurzfristigen Erkrankung auf die Bank beorderten Mats Hummels in der Abwehr-Viererkette vertrat, leitete für den BVB das Unheil ein. Der seit Wochen formschwache Can leistete sich einen kapitalen Fehlpass auf Nico Schlotterbeck, den Bebou mit einem strammen Schuss von der Rechtsaußenposition eiskalt zur 1:0-Führung der Hoffenheimer nutzte.
Jedoch hatte der frühe Rückstand eine Wirkung auf die zuletzt eher träge Dortmunder wie ein Weckruf. Sie waren schnell bemüht, den Schaden zu minimieren. Marcel Sabitzer sorgte gleich zweimal für Torgefahr, als er mit einem Direktschuss (7.) und einem Freistoß (9.) TSG-Schlussmann Oliver Baumann prüfte.
BVB dreht noch vor der Pause die Partie
Der Druck von BVB auf das Tor der Gäste nahm stetig zu. Mit einer Glanzparade nach einem Flachschuss von Malen (20.) konnte Torhüter Baumann den Ausgleich noch verhindern. Nur eine Minute später war jedoch auch er machtlos, als der Niederländer eine Kopfballverlängerung von Marco Reus im Anschluss an eine Ecke aus kurzer Distanz ins Netz beförderte.
Es war nicht nur das druckvolle Spiel, sondern auch die Effizienz bei Standards, die es der Borussia ermöglichte, den Fehler von Can aus der zweiten Minute noch vor der Pause zu korrigieren. Nach einem Freistoß von Reus war Innenverteidiger Schlotterbeck per Kopf erfolgreich.
Dennoch blieben die Gäste bei Kontern gefährlich. Tohumcu (27.) hatte den Ausgleichschance nach einem Pass von Bebou, traf den Ball jedoch nicht sauber. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit konnte sich die TSG etwas vom Druck lösen, aber keine entscheidenden Akzente nach vorne setzen.
Hoffenheim schlägt in der zweiten Halbzeit zurück
Nach der Pause begann der BVB zunächst etwas langsamer – und machte in der Verteidigung erneut einen Fehler, als Ryerson den Hoffenheimer Maximilian Beier vor dem eigenen Strafraum bediente. Doch der Mittelfeldspieler ließ die Chance ungenutzt und schoss aus 16 Metern über das Tor.
Beier übernahm jedoch kurz darauf die Rolle des Hauptdarstellers. „Einen Konter schloss er mit einem Schuss von der Strafraumgrenze ab, den Schlotterbeck unhaltbar für BVB-Keeper Alexander Meyer noch abfälschte.“ Nur drei Minuten später verdarb Beier der Borussia endgültig die Laune und drückte das Zuspiel von Anton Stach aus kurzer Distanz über die Linie. Eine große Chance für Can in der Nachspielzeit war für Dortmund am Ende zu wenig.








