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Russland startet erneut groß angelegte Angriffswelle auf die Ukraine

Russland hat eine der bislang größten Angriffswellen des Jahres gegen die Ukraine gestartet. Raketen und Drohnen trafen mehrere Städte, mindestens 20 Menschen wurden verletzt. Die Angriffe richten sich erneut gegen Wohngebiete und kritische Infrastruktur.

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Foto: NF24 / KI

In der Nacht zum 26. Februar 2026 hat Russland nach Angaben ukrainischer Behörden einen der größeren Luftangriffe der jüngsten Vergangenheit gegen die Ukraine geflogen. Umfassende Raketen- und Drohnenangriffe trafen mehrere Regionen des Landes, darunter die Hauptstadt Kiew, Charkiw im Osten sowie Saporischschja im Süden. Mindestens 20 Menschen wurden verletzt, darunter auch Kinder. Die Offensive reiht sich ein in eine Serie intensiver russischer Luftangriffe und beleuchtet die anhaltenden Gefechte im vierten Jahr des Kriegs.

Zielrichtung: Wohngebiete, Infrastruktur und Energieversorgung

Die ukrainische Luftwaffe und lokale Behörden meldeten, dass russische Streitkräfte eine Kombination aus ballistischen und Marschflugkörpern sowie einer Vielzahl von kampftauglichen Drohnen einsetzten. Diese richteten sich sowohl gegen zivile Infrastruktur als auch strategisch wichtige Energieanlagen. In Charkiw etwa wurden mindestens zwei Raketen und 17 Drohnen registriert, was zu mehreren Verletzten – darunter ein siebenjähriger Junge – führte. In der Region Saporischschja wurden Wohngebäude beschädigt und Versorgungsnetze lahmgelegt, was etwa 500 Haushalte ohne Heizung zurückließ.

Auch in Kiew meldeten Behörden Schäden an Wohngebäuden durch Trümmer von abgefangenen Luftzielen. Obwohl ukrainische Luftabwehrsysteme einen großen Teil der gestarteten Waffen neutralisierten, gelangten mehrere Sprengköpfe durch und verursachten Sachschäden in verschiedenen Stadtteilen.

Kontext: Fortdauernder Krieg und Waffenangriffe

Der Angriff gehört zu einer langen Reihe von russischen Luftoperationen gegen ukrainische Ziele, die seit dem Beginn des umfassenden Kriegs im Februar 2022 immer wieder von massiven Raketen- und Drohnenwellen begleitet werden. Erst vor wenigen Tagen waren im gleichen Konfliktjahr bereits große Angriffe auf Energie- und Wohninfrastruktur gemeldet worden, etwa Mitte Februar mit Dutzenden Raketen und Hunderten Drohnen, die zahlreiche Regionen trafen.

Trotz intensiver Verteidigungsmaßnahmen durch die Ukraine – mit Hilfe ukrainischer Luftabwehr und internationaler Unterstützung – führen diese Angriffe regelmäßig zu Verletzten und Sachschäden, unterstreichen das anhaltende Risiko für die Zivilbevölkerung und betonen die anhaltende militärische Eskalation im Krieg. Beobachter sehen darin ein Zeichen dafür, dass die russischen Streitkräfte an der Lufthoheit und am Druck auf ukrainische Städte und kritische Infrastruktur festhalten.

Internationale Reaktionen und Lageeinschätzung

Die erneuten Angriffe auf Energie- und Wohninfrastruktur werden international kritisch beobachtet. Ukraine-Unterstützer fordern verstärkte Verteidigungshilfe und Sanktionen gegen Russland, während diplomatische Vermittlungsversuche weiterhin stocken. Der Krieg, der im Februar 2026 sein viertes Jahr erreicht hat, zeigt wenige Anzeichen einer baldigen Deeskalation: Beide Seiten setzen Luft- und Raketenwaffen regelmäßig ein, und die Gefahr für die Zivilbevölkerung bleibt hoch.

Die humanitäre Lage in vielen betroffenen Regionen ist weiterhin angespannt. Reparaturen an Strom- und Wärmenetzen sind angesichts der Zerstörungen und des fortdauernden Beschusses nur schwer möglich, was besonders bei winterlichen Temperaturen kritische Versorgungsengpässe zur Folge haben kann.

Ausblick

Während ukrainische Abwehrkräfte bemüht sind, solche Angriffe abzufangen und Schäden zu begrenzen, bleibt die militärische Lage volatil. Weitere Angriffswellen können jederzeit folgen, da der Krieg zwischen Russland und der Ukraine auch vier Jahre nach seiner Eskalation nicht an Intensität verloren hat. Beobachter und Analysten gehen davon aus, dass Moskau weiterhin Luftangriffe zur Kriegsstrategie zählen wird, um Druck auf die ukrainische Bevölkerung und Regierung auszuüben

bh
Quellen: n-tv.de