Beinahe alle Passagiere des Schiffes sind bei dem schrecklichen Schiffbruch ums Leben gekommen.
Schiffsunglück – Mindestens 73 Tote

Bei einem schrecklichen Schiffsbruch sind laut aktuellstem Stand mindestens 73 Menschen ums Leben gekommen. Sieben Überlebenden konnten sich nur unter extrem schlechten Bedingungen retten.
Die Schiffsbruchursache wird derweilen ermittelt. Es handelt sich um eine der jüngsten Tragödien auf Hoher See.
Boot kenterte vor der libyschen Küste
Es wird befürchtet, dass mindestens 73 afrikanische Migranten ums Leben gekommen sind. Zuvor war ihr für Europa bestimmtes Behelfsboot in der Nacht zum Dienstag vor der libyschen Küste gekentert.
Die Internationale Organisation für Migration (IOM) teilte am Mittwoch mit, dass die libyschen Behörden 11 Leichen aus dem Schiffswrack geborgen hätten. Die UNO-Organisation teilte mit: „Sieben Menschen überlebten den Schiffbruch und konnten sich unter extrem schlechten Bedingungen an die libysche Küste retten. Die Überlebenden wurden in ein Krankenhaus gebracht.“
Nach Angaben der IMO war das Boot mit etwa 80 Menschen an Bord von Qasr Alkayar östlich von Tripolis aus über das Mittelmeer nach Europa unterwegs. Tragischerweise kenterte es zu Beginn der Fahrt.
Jüngste Tragödie auf dem Mittelmeer
Nach Angaben der IOM war der Schiffbruch am Dienstag die jüngste Tragödie im zentralen Mittelmeer, einer der wichtigsten Routen für Migranten. In diesem Jahr sind bereits mehr als 130 Menschen auf der gefährlichen Reise über das Mittelmeer ums Leben gekommen.
Die IOM fügte hinzu, dass ihr Projekt für vermisste Migranten im vergangenen Jahr mehr als 1.450 Todesfälle verzeichnete. Das Missing Migrants Project der Organisation gibt an, dass seit 2014 mehr als 25.821 Migranten und Flüchtlinge auf dem Meer verschwunden sind.
„Diese Situation ist untragbar“, sagte Safa Msehli, eine Sprecherin der IOM. Frau Msehli erklärte, dass mehr Anstrengungen nötig seien, um „die Such- und Rettungskapazitäten zu erhöhen, klare und sichere Ausschiffungsmechanismen sowie sichere und reguläre Migrationswege zu schaffen, um gefährliche Reisen zu reduzieren“.








