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Luftqualität in Deutschland: Feinstaub-Grenzwerte überschritten

Die Hochdruck-Wetterlage führte zur Konzentration von Schadstoffen in unteren Luftschichten. Erwarteter Wetterumschwung soll Besserung bringen.

An vielen Orten Deutschlands war die Feinstaubbelastung dieser Tage hoch. (Symbolbild)
Foto: Bodo Schackow/dpa

Derzeit ist die Luftqualität in vielen Regionen Deutschlands schlecht. Am Wochenende wurden an zahlreichen Messstationen Feinstaub-Grenzwerte überschritten. Dies war unter anderem in Berlin, mehreren Brandenburger Städten, in Thüringen, Sachsen, im Süden Schleswig-Holsteins, Mecklenburg-Vorpommerns und in Hamburg der Fall.

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) hat die anhaltende Hochdruck-Wetterlage in den letzten Tagen dazu geführt, dass die Luft nicht mehr ungehindert aufsteigen konnte und sich Schadstoffe in den unteren Luftschichten konzentrieren.

„Feinstaub kann durch Nase und Mund in die Lunge gelangen und je nach Größe die Lungenbläschen und den Blutkreislauf erreichen und schädigen.“

In Thüringen wurde die Luftqualität am Sonntag an fast allen der 20 Messstationen mit schlecht bis sehr schlecht bewertet, wie aus Angaben des Thüringer Umweltportals hervorgeht. Besonders hohe Werte wurden etwa in Nordhausen, Weimar und Erfurt gemessen. Auch in Sachsen wurden an zahlreichen Messstationen Feinstaub-Grenzwerte überschritten, wie aus Daten des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hervorgeht, etwa in Zwickau, Leipzig, Dresden, Bautzen und Görlitz. Für Norddeutschland sprach das Umweltbundesamt ebenfalls von schlechten bis sehr schlechten Werten.

DWD-Meteorologe: Besserung in Sicht

Mit dem erwarteten Wetterumschwung in der Nacht und zum Wochenstart werde sich die Lage aber erheblich bessern, sagte ein DWD-Meteorologe für die Region Brandenburg und Berlin der Deutschen Presse-Agentur. «Die erwarteten Niederschläge sorgen dafür, dass die Schadstoffkonzentration abnehmen wird.» Nach DWD-Angaben führt das auch dazu, dass Luft bereinigt wird. 

Hohe Feinstaubwerte sind besonders besorgniserregend für Personen mit Grunderkrankungen wie Asthma, Allergien und akuten Atemwegserkrankungen. Laut dem Umweltbundesamt stammen Feinstaubquellen im Allgemeinen aus dem Straßenverkehr, Kraft- und Fernheizwerken, Öfen und Heizungen in Wohnhäusern sowie der Industrie und Landwirtschaft. Im Winter ist die Feinstaubemission größer, unter anderem aufgrund der Holzverbrennung in Kaminen, aber auch wegen höherer Emissionen aus dem Straßenverkehr.

dpa