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Winterwetter hält erst einmal an

Es bleibt zunächst frostig kalt in Deutschland. Mildere Temperaturen sind zum Ende der Woche in Sicht.

Erst ab Mitte der Woche soll es in Deutschland wieder etwas wärmer werden.
Foto: Boris Roessler/dpa

Das kalte Winterwetter in Deutschland hält zunächst an. Erst zum Ende der Woche rechnen die Meteorologen wieder mit milderen Temperaturen. «Der Winter ist in Deutschland eingekehrt und in vielen Regionen Deutschlands liegt aktuell Schnee, der bei den meist frostigen Temperaturen in den nächsten Tagen auch noch liegen bleiben wird», sagt Markus Übel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Der Grund sei eine kalte polare Luftmasse, die noch einige Tage über Deutschland und Mitteleuropa verweile.

«Für die Regionen, in denen aktuell kein Schnee liegt, sieht es Schnee-technisch hingegen mau aus», sagt Übel. Es sei zwar kalt genug, doch nennenswerte neue Niederschläge seien in weiten Landesteilen vorerst nicht zu erwarten.

Schnee an der Nordsee

Davon könne am Montag im Nordseeumfeld keine Rede sein. Tief «Birte» produziere zahlreiche und teils kräftige Schneeschauer, die von der Nordsee vor allem Schleswig-Holstein landeinwärts ziehen. Die meisten Nordseeinseln bekämen dadurch zumindest wenige Zentimeter Neuschnee. «Strichweise kann es aber auch mal in kräftigen Schauern, teils auch Gewittern, stark schneien, sodass innerhalb weniger Stunden zehn Zentimeter oder mehr fallen können.» Am wahrscheinlichsten sei dies auf Teilen der Nordfriesischen Inseln und im anschließenden schleswig-holsteinischen Binnenland betroffen. Im großen Rest Deutschlands gestalte sich das Wetter dagegen deutlich ruhiger.

Die weiteren Prognosen im Einzelnen:

Laut DWD wird es in der Nacht zum Dienstag eisig kalt. Die Tiefstwerte liegen zwischen minus 2 und minus 10 Grad. Im Süden können bei klarem Himmel bis zu minus 16 Grad erreicht werden, in Alpentälern wird es sogar noch kälter.

Am Dienstag zeigt sich der Himmel oft bewölkt, teilweise gibt es ein paar Auflockerungen. In der Nähe der Nordsee sind weiterhin Schneeschauer zu erwarten. Zarte Plusgrade gebe es entlang des Rheins, in Teilen NRWs, im Emsland und an der Nordsee. Die übrigen Landesteile verbleiben laut DWD im Dauerfrost. «Auch die Schneedecke kann sich dadurch halten, es kann also weiterhin auf den Hängen gerodelt oder in den Skigebieten skigefahren werden», sagt der Meteorologe.

Wetterlage stellt sich ab Donnerstag allmählich um

Nach einer erneut eisigen Nacht ändert sich am Mittwoch am Wetter dann nicht allzu viel: Von Brandenburg bis nach Bayern bleibt es ruhig, die Sonne zeigt sich häufiger und es bleibt tagsüber weiterhin frostig kalt. Mehr Wolken gibt es in der Nordwesthälfte, wo am Nachmittag aus Westen auch leichte Schneefälle aufkommen. Im Westen und Nordwesten sowie entlang des Rheins Höchstwerte von -2 bis +2 Grad, sonst vielfach Dauerfrost bei -5 bis 0 Grad.

«Ab Donnerstag stellt sich die Wetterlage allmählich um», erklärt Übel. Die Strömung drehe wieder mehr auf West, sodass die polare Kaltluft Stück für Stück wieder aus Deutschland verdrängt werde. «Ein erstes Frontensystem erreicht uns schon am Donnerstag mit Schneefällen, die ganz im Westen schon in Schneeregen übergehen können». Die Temperatur kletterte dann wieder häufiger über null Grad, im Westen sogar auf plus 4 Grad. 

Am Freitag setze sich das mildere Wetter dann noch mehr durch. «Dann dürfte es dem Schnee wieder an den Kragen gehen», sagt der Meteorologe.

dpa