Der Gruppensieg ist das Ziel. Das hat Bundestrainer Julian Nagelsmann vor dem Schweiz-Spiel deutlich gemacht. Ein Anreiz für die Nationalspieler: Erstmals seit sieben Jahren wäre eine Prämie fällig.
Schweiz-Duell: Um ersten Platz und erste Prämie

Gruppensieg. Und diesen bestmöglich mit dem dritten Sieg. Das ist die klare Vorgabe von Julian Nagelsmann vor dem heutigen Abschluss der EM-Vorrunde der deutschen Fußball-Nationalmannschaft (21.00 Uhr/ARD/Magenta TV) in Frankfurt gegen die Schweiz. «Du spielst ein Spiel, um es zu gewinnen. Du bekommst mehr Selbstvertrauen, je mehr Spiele du in Serie gewinnst», sagte der Bundestrainer vor dem Duell mit den Eidgenossen. Auch deshalb setzt der 36-Jährige wieder auf die gleiche Startelf ungeachtet der drohenden Gelb-Sperren für ein Defensiv-Quartett.
Die Nationalspieler haben nicht nur den psychologisch wichtigen ersten Platz in der EM-Gruppe A im Blick, sondern auch die Möglichkeit, erstmals seit dem Gewinn des Confederations Cup 2017 eine Turnierprämie zu erhalten. Für den Gruppensieg gibt es 50.000 Euro als erste Rate, genauso viel wie vor sieben Jahren für den Turniergewinn bei der damaligen WM-Generalprobe in Russland. Für den zweiten Platz in der Gruppe, der selbst bei einer Niederlage gegen die Schweiz sicher wäre, ist noch keine Prämie vorgesehen.
Der DFB hatte sich mit dem Mannschaftsrat um Kapitän Ilkay Gündogan für das Heim-Turnier auf die gleiche Prämienregelung wie für die WM in Katar 2022 und die vorangegangene EM 2021 geeinigt. Der Lohn für den Titel ist je Spieler die Rekordsumme von 400.000 Euro wie DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig im Trainingslager in Blankenhain Ende Mai bestätigt hatte.
Keine Prämien bei vergangenen Turnieren
Ein Bestandteil der Vereinbarung damals wie heute: Für das Erreichen der K.o.-Phase wird nur eine erste Zahlung geleistet, wenn Platz eins erreicht wird. In Katar wurde kein Geld ausgezahlt, da das Team in der Vorrunde ausgeschieden ist. Bei der EM 2021 wurde die erste Rate ebenfalls verfehlt – das Team schaffte es nur als Zweiter in die K.o.-Runde und schied dann im Achtelfinale aus – also gab es keine Prämie. Nach dem enttäuschenden Ausscheiden in der Gruppenphase der WM 2018 wurden ebenfalls keine Zahlungen fällig.
Manuel Neuer und seine Teamkollegen verdienten bei der EM 2016 100.000 Euro für das Erreichen des Halbfinales. Die deutsche Nummer eins sowie Thomas Müller und Toni Kroos waren auch beim WM-Sieg 2014 dabei: Damals erhielten sie für den Titelgewinn im Maracanã die bisherige Rekordsumme von 300.000 Euro pro Spieler.








