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Schweizer Bundespräsident kondoliert bei Trauerfeier in Crans-Montana

Angehörige und Spitzenpolitiker versammeln sich, während Ermittlungen zum Brandverursacher laufen.

Die Schweiz trauert um die Opfer von Crans-Montana.
Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Am nationalen Trauertag für die Brandkatastrophe im Skiort Crans-Montana hat der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin Opferfamilien und Überlebenden sein Beileid und Mitgefühl ausgesprochen. «Wir schulden den Betroffenen, Familien und Angehörigen Respekt, Erinnerung – und die Verpflichtung, alles zu tun, damit sich eine solche Katastrophe nicht wiederholt», schreibt er in einem offenen Brief.

Es wird erwartet, dass am Nachmittag etwa 1.000 Angehörige und Spitzenpolitiker an einer Trauerfeier in Martigny in der Nähe von Crans-Montana teilnehmen. Auf der Gästeliste stehen unter anderem die Präsidenten Frankreichs und Italiens, Emmanuel Macron und Sergio Mattarella.

In der Silvesternacht wurden bei dem Brand in der Bar «Le Constellation» 40 Menschen getötet. Knapp 120 wurden großteils schwer verletzt. Fast alle Todesopfer waren Teenager und junge Erwachsene – die jüngsten waren erst 14 Jahre alt. 

Beim Brand wurden neben vielen Schweizern auch Dutzende Menschen aus den Nachbarländern Frankreich und Italien getötet und verletzt. Die Brandverletzten werden in mehreren europäischen Ländern behandelt, darunter auch elf in Deutschland, wie es von der deutschen Botschaft in Bern hieß. Parmelin bedankte sich in seinem Brief für die internationale Solidarität.

Brandschutz im Fokus der Ermittlungen

Parmelin schrieb in einem Brief, der zuerst in der «Schweizer Illustrierten» veröffentlicht wurde, dass die Justiz untersuche, ob Sicherheitsbestimmungen in der Bar missachtet wurden, und werde die Konsequenzen daraus ziehen. Er betonte: «Das sind wir den Opfern und ihren Angehörigen schuldig.»

Die Ermittler gehen davon aus, dass eine funkensprühende Partyfontäne eine Schaumstoffverkleidung an der Decke der Bar in Brand setzte. Der Mann und die Frau, die das Lokal betrieben, werden am Freitag erstmals formell als Beschuldigte befragt, teilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Es wurde jedoch erwähnt, dass das Paar bereits zuvor befragt wurde. Laut Staatsanwaltschaft werden sie verdächtigt, fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst begangen zu haben.

dpa