Viele fühlen sich an Weihnachten besonders allein. Warum der Sozialverband mehr Engagement gegen Einsamkeit fordert und welche gesundheitlichen Risiken damit verbunden sind.
Sozialverband: Einsamkeit zu Weihnachten ist schmerzlich

Der Sozialverband VdK fordert verstärkte Maßnahmen gegen Einsamkeit – nicht nur zu Weihnachten. «Viele Millionen Menschen in Deutschland fühlen sich regelmäßig oder zumindest zeitweise einsam», sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele der Deutschen Presse-Agentur. «Besonders an Feiertagen wie Weihnachten wird das deutlich.» Wenn viele in Gemeinschaft feierten, erlebten andere den Kontrast zur eigenen Stille umso schmerzlicher.
Bentele lobte die zahlreichen ehrenamtlichen Initiativen, die es während der Feiertage ermöglichten, Begegnungen zu schaffen. Kirchen, Kommunen, Vereine und Organisationen laden rund um Weihnachten zu Veranstaltungen ein – beispielsweise zu Kaffeetafeln. Die Stiftung nebenan.de berichtete von etwa 2.300 registrierten Aktionen für Begegnungen. Aber auch online bieten Einrichtungen Gespräche oder Betreuung an. Telefonisch ist beispielsweise die Seelsorge erreichbar.
Was sagen Studien?
Bentele sagte, Einsamkeit sei längst ein gesamtgesellschaftliches Thema geworden. «Doch es braucht diese Aufmerksamkeit nicht nur an Weihnachten, sondern das ganze Jahr über.» Es wäre wünschenswert, wenn sich noch mehr Menschen bei Projekten gegen Einsamkeit engagierten, sagte die Verbandspräsidentin. «Denn Einsamkeit kennt keine Feiertage.»
In den letzten Jahren hat sich das Thema zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Gemäß dem 2024 von der Bundesregierung vorgestellten sogenannten Einsamkeitsbarometer sind Alleinerziehende, Menschen hohen Alters und Migranten besonders betroffen. Aber auch junge Menschen sind laut Studien zunehmend einsam.
Studien zeigen, dass Einsamkeit mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen, Schlafstörungen und sogar einer verkürzten Lebenserwartung einhergeht.








