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Spanien mit B-Elf zur perfekten Vorrunde – Albanien raus

Drei Spiele, drei Siege, null Gegentore: Für Spanien endet die EM-Vorrunde perfekt. Auch nach einer massiven Rotation gewinnt der Mit-Favorit gegen Albanien, das damit ausscheidet.

Spaniens Ferrán Torres jubelt nach seinem Siegtreffer zum 1:0.
Foto: Marius Becker/dpa

Spanien, möglicher Viertelfinalgegner Deutschlands, hat auch mit einer B-Elf die perfekte EM-Vorrunde beendet und Außenseiter Albanien aus dem Turnier eliminiert.

Der dreifache Europameister gewann trotz einer XXL-Rotation von Trainer Luis de la Fuente auch das letzte Gruppenspiel mit 1:0 (1:0). Vor 40.586 Zuschauern in Düsseldorf erzielte Ferrán Torres (13. Minute) vom FC Barcelona nach einem Traumpass von Leipzigs Dani Olmo das entscheidende Tor. Spanien, das bereits als Gruppensieger feststand, schließt die Vorrunde ohne Gegentor und mit der maximalen Punkteausbeute von neun Punkten ab.

Albanien beendet die zweite EM-Endrundenteilnahme nach 2016 jedoch genauso wie vor acht Jahren mit dem Vorrundenaus. Das Team von Nationaltrainer Sylvinho beendet die Gruppe B als Letzter mit nur einem Punkt. Gruppensieger Spanien spielt dagegen am Sonntag in Köln im Achtelfinale gegen einen Gruppendritten.

Geniestreich von Leipzigs Olmo

Die Spanier, die auf zehn Positionen verändert wurden, brauchten Zeit, um ins Spiel gegen die emsig arbeitenden Albaner zu kommen. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten dominierte der Favorit jedoch zunehmend das Spiel. Spanien spielte ungewohnt wenig mit Kurzpässen, sondern setzte diesmal hauptsächlich auf Flanken.

Die Führung kam stattdessen durch einen Geniestreich des Leipzigers Olmo zustande, der bei seinem zweiten EM-Einsatz nach knapp einer Viertelstunde einen Traumpass in die Spitze auf Torres spielte. Der 24-jährige Offensivspieler des FC Barcelona nahm dies dankend an und schob zur Führung der Furia Roja ein.

Albanien kommt spät zu Chancen

Spanien beherrschte nun das Spiel, aber hatte wie bereits beim 1:0 gegen Italien Schwierigkeiten mit der Effizienz und versäumte es, schnell das zweite Tor zu erzielen. Dies hätte sich fast gerächt, als Kristjan Asllani von Inter Mailand Spaniens Ersatztorwart David Raya vom FC Arsenal mit einem kraftvollen Fernschuss zu einer starken Parade zwang (45.). Sogar auf der Torhüterposition hatte de la Fuente gewechselt.

„Mirlind Daku fehlte bei den Albanern, da er von der Europäischen Fußball-Union wegen nationalistischer Gesänge nach dem 2:2 gegen Kroatien für zwei Spiele gesperrt wurde“, so der Text. „Der Angreifer hatte jedoch bisher nur einen Kurzeinsatz. Albanien hätte einen Sieg gebraucht, um weiterzukommen. Trotz aller Bemühungen und Leidenschaft erspielte sich der Außenseiter erst spät Chancen, die jedoch ungenutzt blieben.“

Auch ohne die Stars Rodri (Gelbsperre), Nico Williams und das später eingewechselte Super-Talent Lamine Yamal beherrschten die Iberer ihren Gegner spielerisch. Allerdings zeigten sie im zweiten Durchgang eine gewisse Nachlässigkeit beim Erspielen und vor allem beim Nutzen von hochkarätigen Chancen. Dadurch hielt der Außenseiter, der von tausenden lautstarken albanischen Fans angefeuert wurde, unnötigerweise im Spiel. Armando Broja, der eingewechselt wurde, vergab die beste Chance zum Ausgleich in der 65. Minute. Raya konnte erneut stark parieren, auch bei der letzten großen Chance von Broja in der Nachspielzeit.

dpa