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Spanien: Mit Lotto-Glück ins neue Jahr starten

Tradition, Spannung und Geldsegen: In Spanien fiebern viele der Ziehung der Jesuskind-Lotterie entgegen – für manche wurde der Dreikönigstag zum millionenschweren Glückstag.

Der Hauptgewinn bei der diesjährigen Jesuskind-Lotterie entfällt dieses Jahr auf die Losnummer 06.703.
Foto: Víctor Fernández/EUROPA PRESS/dpa

In Spanien wird der 6. Januar traditionell als Tag der freudigen Überraschungen gefeiert und markiert gleichzeitig den Höhepunkt sowie Abschluss der Weihnachtszeit. An diesem Tag erhielten die Kinder endlich ihre Weihnachtsgeschenke und die Lottospieler hatten die Chance auf viele Preise. Bei der traditionellen Jesuskind-Lotterie wurden insgesamt Preise im Wert von 770 Millionen Euro vergeben.

In diesem Jahr konnten Menschen im ganzen Land über den Hauptgewinn in Höhe von 2 Millionen Euro jubeln. Lose mit der Gewinnzahl 06.703 wurden in Madrid, Barcelona, San Sebastián, Santa Cruz de Teneriffa, Sevilla, Salamanca, Alicante und an vielen anderen Orten verkauft, wie der staatliche Fernsehsender RTVE nach der Ziehung am Mittag berichtete. Der Hauptgewinn wird insgesamt 55 Mal ausgezahlt, denn jede einzelne der 100.000 Gewinnzahlen wird wegen der großen Nachfrage auch 55 Mal aufgelegt und verkauft.

200 Euro für ein Los 

Ein komplettes Los ist auch immer in Zehntellose aufgeteilt. Da ein ganzes Los immerhin 200 Euro kostet, wird es in der Regel nur von Tippgemeinschaften gekauft, die meisten anderen begnügen sich mit einem Zehntellos. Im Falle des Hauptgewinns gibt es dann 200.000 Euro – abzüglich Steuern. Außerdem werden zweite und dritte Preise über je 750.000 Euro und 250.000 Euro sowie viele Sonderpreise verlost.

Für viele Menschen ist die «Lotería del Niño» auch so etwas wie eine zweite Chance. Wer bei der ebenfalls traditionellen und mit 2,7 Milliarden Euro deutlich größeren Weihnachtslotterie «El Gordo» am 22. Dezember leer ausgegangen ist, kann sein Glück noch einmal versuchen. Die Jesuskind-Lotterie wird seit 1941 ausgespielt, die Weihnachtslotterie gibt es hingegen bereits seit mehr als 200 Jahren.

Hunderttausende verfolgen Ziehung live 

Die Liveübertragung der Ziehung der Glückszahlen, die am Mittag in Madrid begann, wurde von Hunderttausenden in den Wohnungen, Cafés, Kneipen und Restaurants gebannt vor den Fernsehern verfolgt.

Die Kinder dürften jedoch ziemlich unbeeindruckt von der Aufregung der Erwachsenen sein. Sie beschäftigten sich mit ihren Geschenken, die Balthasar, Melchior und Kaspar – wie es die Tradition vorsieht – am Vorabend in die Häuser brachten, wo sie am nächsten Morgen – dem Dreikönigstag – von den Kindern erhalten wurden.

dpa