Spezialeinheiten sicherten knapp zehn Tonnen Kokain auf Frachter aus Brasilien. Internationale Zusammenarbeit bei historischem Erfolg gegen südamerikanische Koks-Mafia.
Rekord-Kokainfund im Atlantik: Spanische Spezialeinheiten schlagen zu

Spanische Spezialeinheiten haben im Atlantik auf einem aus Brasilien kommenden Frachter knapp zehn Tonnen Kokain sichergestellt. Laut der Behörde handelt es sich um die größte Kokainbeschlagnahme auf hoher See in der Geschichte der spanischen Nationalpolizei. Das Schiff wurde 290 Seemeilen (knapp 540 Kilometer) westlich der Kanaren abgefangen und geentert. Es wurde berichtet, dass alle 13 Besatzungsmitglieder festgenommen wurden. Darüber hinaus wurde eine Schusswaffe beschlagnahmt.
Rauschgift soll in einer Ladung Salz versteckt gewesen sein
Laut Mitteilung erfolgte der historische Schlag gegen die südamerikanische Koks-Mafia bereits in der vergangenen Woche. Die spanischen Einsatzkräfte wurden bei den Ermittlungen von der US-Antidrogenbehörde DEA, dem Maritimen Analyse- und Einsatzzentrum für Suchtstoffe – zu dem Deutschland und weitere europäische Länder gehören – sowie von den Behörden Frankreichs, Großbritanniens und Portugals unterstützt.
Die Personen, die festgenommen wurden, stammen laut offiziellen Angaben aus Indien und Serbien. Das Rauschgift wurde in einer Ladung Salz versteckt, wie es hieß. Das Schiff wurde in den Hafen von Santa Cruz auf Teneriffa gebracht, wo es seit Sonntagnachmittag vor Anker liegt. Spanischen Medienberichten zufolge, die sich auf Sprecher der Nationalpolizei berufen, ist es bisher keinem anderen europäischen Land gelungen, einen so großen Kokain-Coup auf hoher See zu landen.
«Weiße Flut»
Szenen der eindrucksvollen Aktion sind auf einem Video der spanischen Polizei zu sehen. Die Operation trug den Namen «Marea Blanca» (Weiße Flut). Und der Name passt zur kritischen Lage: Spanien wird nach Behörden-Erkenntnissen zunehmend zu einem der wichtigsten Einfallstore der südamerikanischen Kokain-Mafia in Europa. Erst im Oktober hatten Spezialeinheiten der «Policía Nacional» auf einem Frachter im Atlantik 6,5 Tonnen Kokain beschlagnahmt.
«Ganz Europa wird derzeit mit Kokain überschwemmt, und Spanien spielt eine wichtige Rolle als Tor zum Kontinent», warnte Anfang 2025 im Parlament in Madrid der Regierungsbeauftragte für den Nationalen Drogenplan, Joan Ramón Villalbí.








