Nach dem Millionen-Coup von Gelsenkirchen will die Polizei ab Montag mehr als 3.000 Sparkassen-Kunden befragen. Das wird Wochen dauern. Es wurden extra Büros angemietet.
Sparkassen-Raub: Polizei vernimmt ab Montag Tausende Opfer

Die Polizei plant, ab Montag alle Opfer des Millionen-Coups in Gelsenkirchen zu befragen. Aufgrund der Tatsache, dass insgesamt über 3.000 Schließfächer beim Einbruch geöffnet wurden, wird davon ausgegangen, dass die Verhöre wochenlang dauern werden. Die Polizei hat eigens dafür Büros angemietet, wie sie angibt.
«Die sehr umfangreiche und nun beginnende Geschädigten-Vernehmung bedurfte einer umfangreichen logistischen Planung, die nun in die Umsetzung geht», hieß es von der Polizei Gelsenkirchen. Die Behörde hat eine Telefonnummer geschaltet, über die alle Opfer unter Angabe der Schließfachnummer einen Termin für die Vernehmung ausmachen sollen.
Einbrecher räumten tausende Schließfächer aus
Die Täter haben Ende Dezember bei einem Einbruch mehrere Sicherheitssysteme überwunden und sind direkt in den Tresorraum der Sparkassen-Filiale eingedrungen. Dort haben sie über 3.000 Kundenschließfächer geleert. Die Frage, wie es den Einbrechern gelungen ist, dies zu tun, ohne den Alarm der Bank auszulösen, ist ein zentraler Punkt der Ermittlungen.
«Jede und jeder Geschädigte wird die Chance erhalten, bei der Polizei Angaben zum Inhalt seines Schließfachs machen zu können. Diese Informationen fließen direkt in die Ermittlungen ein und können neue Ansätze zur Tatermittlung liefern», betonte ein Polizeisprecher.
Opfer sollen mit Termin kommen – und Unterlagen mitbringen
Die Ermittler appellieren an die Opfer «bei allem Verständnis für diese außergewöhnliche Situation», dass sie nur mit Termin zur Vernehmung erscheinen sollen.
«Die Anzahl der zu vernehmenden Kundinnen und Kunden ist hoch. Kommen Sie als Geschädigte oder Geschädigter bitte möglichst allein, sofern dies möglich ist.» Und: «Sollten Sie Unterlagen, Dokumente oder Beweise zu den Gegenständen aus Ihrem Schließfach besitzen, bringen Sie diese bitte mit.»








