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Spektakuläres Unentschieden: Dortmund rettet Punkt in letzter Minute

Borussia Dortmund sichert sich in einem turbulenten Spiel einen Punkt gegen Eintracht Frankfurt, droht aber im Titelrennen mit Bayern weiter zurückzufallen.

Uzun jubelt für Frankfurt.
Foto: Uwe Anspach/dpa

Borussia Dortmund hat in einem aufregenden Spiel einen Punkt in letzter Minute gerettet, aber im Fernduell mit dem FC Bayern droht der Verlust weiterer Punkte. Der BVB unter Trainer Niko Kovac kam zum Start des neuen Bundesliga-Jahres nicht über ein turbulentes 3:3 (1:1) bei Eintracht Frankfurt hinaus und könnte bereits am Sonntag elf Punkte hinter dem Rekordmeister aus München zurückfallen. Platz zwei wird jedoch bestehen bleiben.

Die Tore im Spiel zwischen den beiden Champions-League-Clubs wurden zuerst von Maximilian Beier (10. Minute) und Felix Nmecha (68.) sowie Jungstar Can Uzun (22./Foulelfmeter) und Neuzugang Younes Ebnoutalib (71.) für die Gastgeber erzielt. In der Nachspielzeit trafen auch der ehemalige Dortmunder Mahmoud Dahoud (90.+2) und Carney Chukwuemeka (90.+6).

In einem schnellen Spiel sahen die 59.500 Zuschauer viele Torraumszenen und zwei offensiv ausgerichtete Mannschaften. Für die Gastgeber unter Trainer Dino Toppmöller ist die verdiente Punkteteilung zum Start der verbleibenden 19 Spieltage ein Teilerfolg. Frankfurt steht derzeit auf dem siebten Platz, verpasste jedoch zumindest vorübergehend den Sprung auf einen Europa-League-Platz.

Kobel und Kauã Santos dabei

Es stellte sich als Glücksfall heraus, dass es in Frankfurt stundenlang nur regnete, an einem Wochenende der Wetterturbulenzen. Denn einige Stunden vor dem Liga-Auftakt ins neue Jahr wurden die Spiele Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim und FC St. Pauli gegen RB Leipzig abgesagt. Der Grund sind die widrigen Bedingungen mit Schnee und stürmischem Wind.

Im EM-Stadion von 2024 rollte der Ball planmäßig – und die beiden Stammtorhüter waren dabei. Frankfurts Kauã Santos verdrängte nach einigen Patzern im Herbst nun pünktlich zum Jahresstart wieder den Ex-Bremer Michael Zetterer. Beim BVB konnte Gregor Kobel auflaufen, obwohl er das Trainingslager in Marbella leicht verkühlt und mit Rückenproblemen verlassen hatte.

Ryerson bedient Beier zur frühen Führung

Als Kobel das erste Mal eingreifen musste, hatte der BVB-Angriff bereits sein Ziel erreicht. Nach einer Vorlage von Julian Ryerson, dem starken Außenbahnspieler, erzielte Nationalspieler Beier in der Mitte die frühe Führung von 1:0 – sowohl der Assistgeber als auch der Torschütze wurden von der Eintracht-Defensive alleine gelassen und machten gnadenlos davon Gebrauch.

Die Eintracht ließ sich jedoch nicht von dem ausverkauften Stadion verunsichern, das laut Mitteilung vom Freitag auch bis zum Jahr 2035 Deutsche Bank Park heißen soll. Stattdessen griff das Toppmöller-Team an, oft unterstützt von Mittelfeldmotor Uzun. Kobel entschärfte den Flachschuss des Youngsters kurz nach dem Gegentreffer ohne größere Probleme (17.).

Guirassy leistet sich Fauxpas im Strafraum

Für den Ausgleich brauchten die Gastgeber dann einen groben Fehler des BVB: Stürmer Serhou Guirassy traf Frankfurts Robin Koch nach einem Einwurf und verursachte damit einen Elfmeter. «Natürlich muss er sich umschauen. Er trifft ihn, klarer Elfmeter», gestand BVB-Assistent Robert Kovac zur Halbzeit bei Sky. Uzun verlud Kobel und schoss locker zum Ausgleich ein.

Neuzugang Ebnoutalib, der aus Elversberg kam und vor einem Jahr noch in der Regionalliga spielte, hinterließ einen engagierten Eindruck. Der 22 Jahre alte gebürtige Frankfurter hatte früh Chancen, scheiterte jedoch zunächst mit einem zu harmlosen Volleyabschluss an Kobel und köpfte später am langen Eck vorbei. Auch Ansgar Knauff konnte den starken Kobel nicht bezwingen.

Neuzugänge beflügeln Eintracht

Nach ungefähr einer Stunde wurde es wirklich turbulent. Zuerst brachte Mittelfeldspieler Nmecha den BVB in Führung. Sein Schuss kurz hinter der Strafraumgrenze wurde unglücklich von Hugo Larsson abgefälscht und prallte dann auch noch vom Innenpfosten ins Tor.

Die Eintracht gab nicht auf, auch nach dem Beier-Tor, und belohnte sich für ihre Anstrengungen. Nach einem präzisen Pass von Neuzugang Arnaud Kalimuendo vollendete Ebnoutalib eiskalt zum erneuten Ausgleich. Kobel, der von seinen Mitspielern im Stich gelassen wurde, hatte keine Chance – und dann schlug der eingewechselte Ex-Dortmunder Dahoud noch zu, doch selbst das reichte nicht, da sich noch einmal die Situation änderte.

dpa