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Streik bei Discover Airlines führt zu Flugausfällen

Am ersten Streiktag kam es zu vereinzelten Flugausfällen, jedoch konnten die meisten Flüge wie geplant durchgeführt werden.

Der 2021 gegründete Ferienflieger Discover Airlines hat 27 Maschinen, mit denen er Urlaubsziele in Europa und Übersee anfliegt.
Foto: Andreas Arnold/dpa

Am ersten Streiktag von Piloten und Kabinenpersonal bei der Lufthansa-Tochter Discover Airlines kommt es zu vereinzelten Flugausfällen. Der Großteil der am Dienstag geplanten rund 55 Flüge könne aber durchgeführt werden, erklärte das Unternehmen. Nur «vereinzelt» habe man Flüge streichen müssen, sagte eine Sprecherin.

Am Dienstag wurden auf der Website des Flughafenbetreibers Fraport sieben gestrichene Flüge aufgelistet, darunter Verbindungen nach Palma de Mallorca, Ibiza und Mykonos.

Discover Airlines will Streikfolgen begrenzen

Die Piloten- und Kabinengewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC) und Ufo haben zu einem viertägigen Streik aufgerufen, der bis einschließlich Freitag andauern soll. Alle Abflüge aus Deutschland sind betroffen. Laut Discover waren insgesamt rund 270 Flüge ab Frankfurt und München geplant.

Man tue alles, um die Folgen des Streiks zu begrenzen, erklärte Discover Airlines. Einzelne Kurzstrecken würden am Dienstag von Partner-Airlines übernommen, dadurch ergäben sich für Fluggäste keine veränderten Reisepläne. «Auch für die nächsten Tage bleibt es unsere Priorität, so viele Flüge wie möglich für unsere Passagiere durchzuführen.» Kunden sollten regelmäßig ihren Flugstatus prüfen und Kontaktdaten in ihrer Buchung hinterlegen.

Der im Jahr 2021 gegründete Ferienflieger Discover Airlines verfügt über 27 Flugzeuge, mit denen er Urlaubsziele in Europa und Übersee ansteuert. An Bord sind etwa 1.900 Mitarbeiter tätig.

Keine Annäherung zwischen Gewerkschaften und Unternehmen

Die Gewerkschaft Ufo geht davon aus, dass Lufthansa durch die Umverteilung von Flügen auf andere Konzerngesellschaften die Auswirkungen des Streiks mildern wird. Es ist jedoch möglich, dass die Konsequenzen des Streiks in den nächsten Tagen zunehmen. Laut Ufo nahmen etwa 100 Personen an einer Kundgebung am Flughafen Frankfurt teil. Es gab bisher keine neuen Entwicklungen im Tarifstreit seitens der Airline, so Harry Jäger, Leiter Tarifpolitik bei Ufo.

Der Arbeitskampf hat seinen Ursprung in einem Konflikt mit der Gewerkschaft Verdi, die bereits erste Tarifverträge für Piloten und Flugbegleiter der noch jungen Fluggesellschaft Discover abgeschlossen hat. Diese Vereinbarung sieht bis Ende 2027 regelmäßige Lohnerhöhungen für beide Berufsgruppen von 16 bis 38 Prozent vor und beinhaltet auch Regelungen zu Zulagen, Arbeitszeiten, betrieblicher Altersvorsorge sowie Unterstützung im Falle des Verlusts der Fluglizenz.

Die Forderungen von Ufo und VC ähneln inhaltlich weitgehend dem Abschluss mit Verdi. Die Fachgewerkschaften streben jedoch eigene Tarifverträge an. Sie sind der Meinung, dass Verdi im Flugbetrieb nicht genügend Mitglieder hat. Für die Gewerkschaften VC und Ufo geht es auch um den Einfluss im Lufthansa-Stammkonzern, in dem sie fest verankert sind. Schon im Winter kam es zu Streiks bei Discover.

dpa