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Suche nach vermisstem Achtjährigem geht weiter

Seit Mittwoch ist ein Schulkind in Frankfurt vermisst. Die Ermittler werten Fotos, Videos und Hinweise aus. «Ich hoffe, wir bekommen Licht ins Dunkel», sagt ein Polizist am Morgen.

Die Polizei hat das Schulgelände mehrfach durchsucht.
Foto: Hannes P. Albert/dpa

Die Polizei sucht weiter nach einem vermissten Achtjährigen aus Frankfurt am Main. Das Kind war am Mittwochmorgen laut Polizei von einem Fahrdienst an der Weißfrauenschule im Bahnhofsviertel abgesetzt worden und ist seither verschwunden. «Die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren. Ich hoffe, wir bekommen Licht ins Dunkel und es geht heute noch voran», sagte ein Polizeisprecher am frühen Freitagmorgen.

Weiterhin würden Hinweise, Fotos und Videos der Bevölkerung ausgewertet und das Umfeld des vermissten Jungen, also auch sein Bekanntenkreis, ausgeleuchtet. Mögliche Zeugen in umliegenden Geschäften würden befragt und Videoaufnahmen ausgewertet. «Es hängen ja überall Kameras», sagte der Polizeisprecher. Es gebe aber auch fragwürdige Hinweise, etwa von Bürgern, «die sich als Medium empfinden».

Wohl Ranzen des vermissten Kindes gefunden

Am Donnerstag wurde die Suche von der Polizei ausgedehnt: Ein Hubschrauber überflog die Innenstadt, Polizeiboote durchsuchten den Main, und mit Hunden wurde erneut das Schulgelände abgesucht. Immerhin wurde in der Nähe der Schule ein Ranzen gefunden, der höchstwahrscheinlich dem Jungen gehörte, wie ein anderer Polizeisprecher mitteilte.

Laut Polizeiangaben waren am Donnerstag eine dreistellige Anzahl von Beamten im Einsatz. Die Maßnahmen wurden in der Nacht zum Freitag vorübergehend reduziert, aber die Beamten verfolgten weiterhin Hinweise. Eine private Initiative unterstützte die Polizei mit ihren eigenen Hunden.

Am Freitagmorgen sagte der Polizeisprecher, mit Polizeihunden und Helikopter werde vorerst nur dann weitergesucht, «wenn es einen Anlass gibt bei Hinweisen». Entsprechend werde die Suche auch auf andere Regionen lediglich bei neuen Erkenntnissen ausgeweitet. 

Auch im familiären Umfeld des Jungen wird ermittelt

Die Polizei setzt neben Überwachungskameras von Geschäften auch auf Videoüberwachung im Bahnhofsviertel. Laut einem Sprecher wird dabei auch Künstliche Intelligenz (KI) verwendet. Die Beamten ermittelten auch im familiären Umfeld des Jungen.

Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen, die den Jungen nach 8.00 Uhr am Mittwochmorgen gesehen haben. Er ist ungefähr 135 Zentimeter groß und trug eine schwarze Daunenjacke, eine grün-gelb-blaue Pudelmütze und hatte einen blauen Schulranzen mit Astronauten dabei.

dpa