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Super-Taifun "Yagi" erreicht China mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h

Der schwerste Sturm seit zehn Jahren trifft auf Hainan und Guangdong. Task Forces leiten Hochwasser- und Taifunpräventionsarbeiten.

Die südchinesische Tropeninsel Hainan bereitet sich auf die Ankunft von «Yagi» vor.
Foto: Pu Xiaoxu/Xinhua/AP/dpa

Nachdem «Yagi» auf den Philippinen gewütet und mehrere Todesopfer gefordert hat, steht der Taifun kurz vor seiner Ankunft in China. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, habe sich «Yagi» über dem Südchinesischen Meer zu einem Super-Taifun mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde entwickelt. Es werde demnach wahrscheinlich der schwerste Sturm seit zehn Jahren in der Region. 

Erwartet wurde, dass «Yagi» gegen Freitagnachmittag oder am Abend (Ortszeit) auf der chinesischen Tropeninsel Hainan und der benachbarten Festlandprovinz Guangdong auf Land trifft. Die chinesische Zentralregierung entsandte Task Forces in die Region, um die Hochwasser- und Taifunpräventionsarbeiten zu leiten.

Große Sorge in Vietnam

Zuvor war «Yagi» bereits in größerer Entfernung Richtung Westen an der südchinesischen Küste vorbeigezogen. In der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong gab es in der Nacht zu Freitag teils starke Regenfälle, größere Schäden wurden jedoch nicht gemeldet. Flüge wurden gestrichen, auch die meisten Schulen blieben am Freitag geschlossen.

In Vietnam gibt es seit Tagen Alarm, da der Taifun am Samstag erwartet wird. Zahlreiche Soldaten und Helfer wurden mobilisiert, um schnell auf den Sturm und seine Auswirkungen reagieren zu können. Vier Flughäfen, darunter auch in der Hauptstadt Hanoi, werden am Samstag vorsorglich geschlossen.

https://x.com/GermanyinHanoi/status/1831659152583881124

Auch die weltberühmte Halong-Bucht mit ihren Tausenden aus dem Meer ragenden Kalksteinfelsen könnte betroffen sein. Die Betreiber von Boots-Touren für Touristen setzten diese für das Wochenende vorsorglich aus. Die Deutsche Botschaft warnte vor «lebensbedrohlichen Sturmfluten», Überschwemmungen und Erdrutschen. Urlauber im Land sollten extrem vorsichtig sein.

dpa