Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Tarifstreit um Lufthansa-Bodenpersonal gelöst

Es drohten unbefristete Arbeitskämpfe, doch eine Schlichtung bringt nun die Lösung. Gewerkschaft und Unternehmen zeigen sich zufrieden. Doch noch sind nicht alle Tarifkonflikte im Luftverkehr gelöst.

Eine Tariflösung für das Lufthansa-Bodenpersonal für rund 25.000 Beschäftigte ist gefunden.
Foto: Andreas Arnold/dpa

Der Tarifkonflikt des Lufthansa-Bodenpersonals ist gelöst. Nach einer erfolgreichen Schlichtung haben Lufthansa und die Gewerkschaft Verdi Grundzüge eines Tarifvertrags für die rund 25.000 Beschäftigten vereinbart, wie sie in Frankfurt mitteilten. Somit wurden mögliche Streiks dieser Beschäftigtengruppe über die Osterferien verhindert.

«Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Schlichtung», sagte Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky. Michael Niggemann, Personalvorstand der Lufthansa, sagte, man sei ebenfalls sehr zufrieden. «Aber vor uns liegen hohe Investitionen». Die vereinbarten Gehaltssteigerungen lösten jedoch zusätzliche Kosten aus. Details soll es Donnerstag geben. 

Beide Parteien hatten seit Montag unter der Moderation der Schlichter – Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) und dem früheren Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise – hinter verschlossenen Türen verhandelt. Das Ziel war es, unbefristete Streiks über die Osterferien zu vermeiden. Im Falle des Scheiterns der Schlichtung hatte Verdi beim Bodenpersonal mit einem unbefristeten Streik gedroht.

Das wurde gefordert

Die Gewerkschaft hatte für die etwa 25.000 Lufthansa-Beschäftigten der Bodendienste eine Lohnerhöhung von 12,5 Prozent für ein Jahr gefordert, während das Unternehmen eine Erhöhung von 10 Prozent für eine Laufzeit von 28 Monaten angeboten hatte. Verdi hat bereits fünf Warnstreiks für das Bodenpersonal organisiert, was zur Streichung von Hunderten Flügen führte.

Es gibt jedoch im Luftverkehr noch weitere Tarifkonflikte. Kürzlich wurde im Tarifstreit für die Mitarbeiter der privaten Luftsicherheitsdienstleister an deutschen Flughäfen eine Schlichtung vereinbart. Diese wird unter der Leitung von Hans-Henning Lühr (SPD), dem ehemaligen Finanz-Staatsrat von Bremen, am Freitag, den 5. April, beginnen.

Auch die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Lufthansa haben bereits für bessere Gehälter gestreikt, ohne dass bisher eine Lösung in Sicht ist. Außerdem fordern Piloten und Kabinenpersonal der Lufthansa-Tochter Discover eine Erst-Tarifierung der noch jungen Fluggesellschaft.

dpa