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Teilerfolg: Rampe und Kies sollen Eisbachwelle zurückbringen

Seit Wochen müssen Surfer in München auf die berühmte Eisbachwelle verzichten. Jetzt melden Experten der Hochschule München einen Durchbruch – und machen Hoffnung. Wann kehrt die Welle zurück?

Ein Hauch einer grünen Welle war bereits beim Vorversuch zu sehen. (Archivbild)
Foto: Malin Wunderlich/dpa

Bei einem Vorversuch an der Eisbachwelle haben Strömungsexperten der Hochschule München mit Holzbrettern, sogenannten Kickern, einen Zwischenerfolg erzielt, wie die Hochschule mitteilte.

«Mit allen Kickern konnte eine circa drei Meter lange grüne Welle erzeugt werden», sagte Professor Robert Meier-Staude, der den Vorversuch leitete. «Nachdem die Kicker entfernt wurden, blieb die Welle für wenige Minuten grün, dann brach sie wieder zusammen, es entstand wieder die Weißwasserwalze.» 

In den letzten Wochen hatte dies nicht nur bei den Surfern für Frust gesorgt, sondern auch bei den Besuchern des Englischen Gartens, die auf das Surfen in der Innenstadt verzichten mussten.

Wann kann wieder gesurft werden?

Meier-Staude gibt jetzt Hoffnung auf eine Rückkehr der Welle. Um eine surfbare Welle auf der gesamten Breite des Eisbaches zu schaffen, ist der Einbau einer dreiteiligen Rampe erforderlich. Dann kann sich stromabwärts eine langsam rotierende Walze bilden, in der sich Kies ablagern kann.

Das allerdings könnte eine Weile dauern: «Die Rampe muss für circa drei Monate im Bach bleiben, bis sich die Sohle so weit renaturiert hat, dass die Strömung auch ohne Rampe wieder ablöst und die grüne Welle entsteht», erklärt der Strömungsexperte. Ob währenddessen auch schon dort gesurft werden kann, blieb zunächst aber unklar.

Der nötige Antrag für die dreiteilige Rampe sei schon gestellt, der Hauptversuch soll «so bald wie möglich starten – am besten bereits in der kommenden Woche», teilte die Hochschule mit. Zusätzlich zur Rampe sollen dafür zwei Kubikmeter Kies in den Eisbach gekippt werden.

Schäumendes Wasser statt Surfwelle

Seit einigen Wochen wird darüber debattiert, wie die berühmte Surfwelle am Eisbach im Englischen Garten in München wieder zum Leben erweckt werden kann. Unbekannten ist es bereits in Nacht- und Nebelaktionen mit einer selbstgebauten Rampe kurzfristig gelungen, wie Videos solcher Aktionen auf Instagram zeigten.

Im Oktober wurde laut Baureferat das Bachbett von Unrat und Sedimenten gereinigt. Seitdem ist die Welle verschwunden und baut sich nicht mehr wie üblich auf. Der genaue Grund dafür ist nicht vollständig klar.

dpa