Immer öfter treffen Menschen und wilde Elefanten in Thailand aufeinander. Nach dem jüngsten tödlichen Angriff reagieren die Behörden – und geben Touristen praktische Ratschläge.
Tödlicher Elefanten-Angriff: Thailand verstärkt Sicherheit

Die Sicherheitsvorkehrungen für Touristen wurden nach dem Tod eines Campers infolge eines Elefanten-Angriffs im Khao Yai Nationalpark in Thailand verstärkt. Der Nationalpark gehört zum Unesco-Weltnaturerbe und liegt etwa 200 Kilometer nordöstlich von Bangkok.
Der aggressive Bulle, der sich wahrscheinlich in der Brunft befand, soll in den vergangenen zwei Jahren insgesamt drei Menschen getötet haben, wie die Zeitung «Bangkok Post» berichtete. Sein jüngstes Opfer war ein 69-jähriger Thailänder, der am frühen Morgen in der Nähe seines Zeltes spazieren gegangen war. Der Elefant hatte den Mann mit seinem Rüssel gepackt, auf den Boden geschleudert und dann totgetrampelt. Ranger trieben das Tier anschließend zurück in ein bewaldetes Gebiet.
Touristen sollen sich in Gruppen fortbewegen
Der Gouverneur der Provinz Nakhon Ratchasima, Anupong Suksomnit, hat die Schließung des betroffenen Campingplatzes angeordnet. Parkranger überwachen seitdem rund um die Uhr die touristischen Gebiete in dem Nationalpark. Urlaubern wurde geraten, bei Begegnungen mit wilden Dickhäutern das Gebiet sofort und möglichst leise zu verlassen – und sich zudem in Nationalparks mit Elefanten-Population nur in Gruppen zu bewegen.
Insbesondere während der Trockenzeit dringen wilde Elefanten vermehrt in Wohngebiete ein, durchwühlen Mülltonnen und nähern sich sogar Stadtzentren, sagte ein Sprecher der örtlichen Naturschutzbehörde. Die Tiere zeigen dabei kaum Scheu vor Menschen oder Fahrzeugen, so hieß es.
Mehr Sicherheit auch in anderen Nationalparks
Auch im Thap Lan Nationalpark, der etwas weiter östlich liegt, wurden die Maßnahmen verstärkt. Dort lebt eine Herde von etwa 200 Elefanten – Sicherheitskräfte werden in den nächsten Monaten die wichtigsten Touristenattraktionen bewachen.
Elefanten sind die Nationaltiere Thailands und werden von der Bevölkerung tief verehrt. Laut Zahlen des WWF aus dem Jahr 2023 leben nur noch etwa 4.000 bis 4.500 Elefanten in dem Königreich in freier Wildbahn – sie sind gesetzlich geschützt. Vor allem der massive Verlust ihres Lebensraums macht den Tieren zu schaffen. Immer häufiger kommt es zu Mensch-Tier-Konflikten. Asiatische Elefanten werden von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als stark gefährdet eingestuft.








