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Tornados in den USA hinterlassen Zerstörung

Erst im März wüteten Dutzende Stürme in Teilen der USA, mindestens 40 Menschen verloren ihr Leben. Nun sind einige der damals betroffenen Gebiete erneut bedroht.

Das Ausmaß der Schäden der Tornados in gleich mehreren US-Bundesstaaten ist noch unklar.
Foto: Mike Simons/Tulsa World/AP/dpa

Laut Berichten der Medien haben mehrere Tornados Häuser und Farmen im Süden und Mittleren Westen der USA zerstört. In Missouri wurde eine Person getötet, wie der lokale US-Sender KFVS, der zu CBS gehört, unter Berufung auf die Autobahnpolizei vor Ort berichtete. Es ist noch unklar, ob der Tod direkt mit den Stürmen zusammenhängt. Außerdem gab es im Bundesstaat Kentucky mehrere Verletzte beim Einsturz eines Gebäudes.

Laut CNN steht ein Gebiet mit etwa 14 Millionen Menschen von Ohio im Mittleren Westen bis zum Mississippi im Südosten der USA unter einer Tornadobeobachtung. Die staatliche US-Wetterbehörde NOAA schreibt auf ihrer Webseite, dass dies die Vorstufe zu einer Tornadowarnung ist. Für bestimmte Gebiete wie die Gegend um Nashville in Tennessee wurde auch eine Tornadowarnung herausgegeben.

Auch Warnungen vor Hochwasser

Wetterexperten warnten auch vor möglichen Überschwemmungen von Ohio bis in den äußersten Nordosten von Texas: Neben Tornados und Hagel seien die sintflutartigen Regenfälle eine der größten Gefahren, die diese Stürme mit sich brächten und zu katastrophalen Überschwemmungen führen könnten, berichtete CNN.

Laut CNN hätten die Stürme vor allem in Missouri und Arkansas Häuser und Farmen zerstört. In Indiana sei ein Funkturm umgefallen. Außerdem hätten starke Winde vielerorts Bäume entwurzelt. Fox News berichtete, dass in mehreren Staaten im mittleren Süden wie Tennessee, Mississippi oder Arkansas Notunterkünfte eingerichtet und geöffnet wurden.

Tornados können das ganze Jahr über auftreten

Im März hatten schwere Unwetter im Süden und Mittleren Westen mindestens 40 Menschenleben gefordert. Schon damals war unter anderem der Bundesstaat Missouri stark betroffen. In acht Bundesstaaten – neben Missouri Arkansas, Mississippi, Louisiana, Illinois, Tennessee, Alabama und Indiana – wurden damals insgesamt rund 80 Tornados gemeldet, Dutzende wurden als solche bestätigt. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es laut dem Deutschen Wetterdienst durchschnittlich ungefähr 45 Tornados pro Jahr.

Laut der US-Wetterbehörde können Tornados grundsätzlich zu jeder Jahreszeit in den USA auftreten. Abhängig von der geografischen Lage gibt es jedoch Monate, in denen sie häufiger vorkommen. Sie entstehen durch starke Temperaturunterschiede und treten oft in Verbindung mit Gewittern auf. Dabei reicht ein rüsselartiger Wolkenschlauch aus der Gewitterwolke bis zum Boden.

dpa