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Tote und viele Verletzte bei erneutem Zugunglück in Ägypten

Die Gleise im ägyptischen Bahnnetz sind veraltet und Zugführer nicht immer gut ausgebildet. Jetzt entgleist in dem nordafrikanischen Land wieder ein Zug.

Der Zustand vieler Züge und Gleise in Ägypten ist schlecht. (Archivbild)
Foto: Gehad Hamdy/dpa

Bei einem weiteren schweren Zugunglück in Ägypten wurden mindestens drei Menschen getötet und mehr als 50 weitere verletzt. Das Gesundheitsministerium gab an, dass der Zug auf der Strecke zwischen Alexandria und der Provinz Marsa Matruh weiter westlich am Mittelmeer entgleist ist.

Die staatliche Eisenbahnbehörde gab bekannt, dass zwei von insgesamt sieben Waggons umgekippt sind. Ägyptische Nachrichtenseiten veröffentlichten Fotos der beiden Waggons in einem Graben. Es wird berichtet, dass das Unglück aufgrund einer Absenkung entlang der Gleise passierte.

30 Krankenwagen waren nach offiziellen Angaben im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und in Krankenhäuser zu bringen. Das Ministerium sprach von einem «tragischen Unfall». 

Ägyptens Eisenbahnnetz oft in schlechtem Zustand 

Ägypten hat eines der ältesten Eisenbahnnetze Afrikas und des Nahen Ostens mit einer Gleisanlage von etwa 10.000 Kilometern. Das Netz ist jedoch vernachlässigt – der Zustand der Züge und Gleise ist oft schlecht und dringend benötigte Sanierungsarbeiten wurden lange Zeit verschleppt. Als Ursache für Unfälle wird manchmal auch die unzureichende Ausbildung des Zugpersonals genannt.

2002 ereignete sich in Ägypten eines der schwersten Zugunglücke. Beim Brand eines Zugs kamen damals über 360 Menschen ums Leben.

dpa