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Tragisches Lawinenunglück in Kalifornien – acht Tote bei Sierra-Nevada-Tour

Ein schweres Lawinenunglück im kalifornischen Hochgebirge hat acht Menschen das Leben gekostet und ein weiteres Opfer vermutlich ebenfalls. Sechs weitere Wintersportler überlebten teilweise verletzt. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz, während Behörden vor weiter bestehenden Gefahren warnten.

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Foto: NF24 / KI

Im US-Bundesstaat Kalifornien hat ein verheerender Lawinenabgang im Hochgebirge der Sierra Nevada am Dienstag mehrere Menschen das Leben gekostet. Acht zuvor als vermisst gemeldete Skifahrer wurden tot aufgefunden, nachdem sie und weitere Mitglieder einer Gruppe von einem massiven Schneebrett erfasst worden waren. Die Behörden gehen davon aus, dass auch die letzte noch vermisste Person nicht überlebt hat. Das Unglück zählt zu den tödlichsten Lawinenunglücken in den USA der letzten Jahrzehnte.

Unglück am Castle Peak – Sturm und instabiler Schnee

Der Lawinenabgang ereignete sich gegen 11:30 Uhr Ortszeit in der Nähe von Castle Peak, etwa 16 Kilometer nordwestlich des bekannten Lake Tahoe. Die Gruppe hatte dort eine mehrtägige, geführte Backcountry-Skitour unternommen und war auf dem Rückweg, als das ungewöhnlich große Schneebrett sie überraschte. Vor dem Unglück hatte der Wetterdienst für die Region wegen schwerer Schneefälle und stürmischer Bedingungen eine hohe Lawinenwarnstufe ausgegeben.

Zahl der Opfer und Überlebende

Insgesamt war die Gruppe aus 15 Personen zusammengesetzt, darunter vier Bergführer und elf Gäste. Nachdem Lawine und Wetter die Retter monatelang behinderten, wurden acht Tote gefunden und eine weitere Person weiterhin als vermisst gemeldet – sie gilt ebenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit als tot. Sechs Menschen überlebten den Unfall; zwei von ihnen wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht, einer konnte das Hospital bereits wieder verlassen.

Schwierige Rettungsbedingungen

Der Lawinenort liegt in einem abgelegenen, nur schwer zugänglichen Gelände. Über 50 Einsatzkräfte der lokalen Rettungsdienste kämpften sich durch tiefe Schneemassen und widrige Wetterverhältnisse, um zu Überlebenden vorzudringen und Vermisste zu suchen. Die extremen Bedingungen verzögerten die Bergungsarbeiten erheblich – so konnten die Gebeine der Toten teilweise noch nicht geborgen werden, da weitere Lawinengefahr und Schneemassen drohten.

Rückblick und Bedeutung

Das Unglück ist eines der tödlichsten Lawinenereignisse der jüngeren US-Geschichte. Es übertrifft unter anderem die Lawine von 1982 in der gleichen Region, bei der sieben Skifahrer ums Leben kamen. Experten machen neben den extremen Wetterbedingungen auch die globale Zunahme von Wetterextremen für die erhöhten Gefahren verantwortlich – auch wenn der einzelne Vorfall primär meteorologische Ursachen hat.

Warnungen und Sicherheitsappelle

Behörden und Bergrettungsteams betonten nach dem Unglück, wie wichtig es sei, Lawinenwarnungen ernst zu nehmen. Die Region um Lake Tahoe und die Sierra Nevada gilt als besonders lawinengefährdet, vor allem nach starken Schneefällen auf instabilem Altschnee. Wintersportler werden regelmäßig davor gewarnt, abseits markierter Pisten und bei hoher Lawinenwarnstufe Touren zu unternehmen.

bh
Quellen: bild.de