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RB Leipzig scheitert trotz couragiertem Auftritt an abgezocktem Real Madrid

Die Leipziger waren überlegen, brachten aber nur den Ausgleich durch Orban zustande. Real genügte ein 1:1 zum Weiterkommen.

Die Leipziger müssen sich trotz einer starken Leistung in Madrid aus der Champions League verabschieden.
Foto: Jan Woitas/dpa

RB Leipzig hat bei einem cleveren Real Madrid trotz eines mutigen Auftritts nicht den Einzug ins Viertelfinale der Champions League geschafft. Die Königlichen um ihren Chefstrategen Toni Kroos konnten sich mit einem 1:1 (0:0) für die Runde der besten acht Teams qualifizieren. Im Hinspiel in Sachsen hatte Real mit 1:0 gewonnen.

Die Leipziger waren größtenteils überlegen und mutiger, aber Vinicius Junior brachte die Gastgeber mit ihrer ersten großen Chance in der 65. Minute in Führung. Kurz darauf erzielte RB-Kapitän Willi Orban (68.) den Ausgleich per Kopfball. Jedoch reichte es dem Fußball-Bundesligisten nicht mehr für einen Sieg.

Nach dem erfolgreichen Hinspiel tat Real nur das Nötigste. Unter der Führung von Kroos kontrollierten die Königlichen den Ball die meiste Zeit, bemühten sich jedoch nicht besonders darum, in die gefährlichen Zonen vorzudringen. Stattdessen waren die Leipziger das stärkere Team, konnten ihre Überlegenheit jedoch nicht in die dringend benötigten Tore umsetzen.

RB lässt zahlreiche Chancen liegen

Die Sachsen versuchten früh, den entscheidenden Führungstreffer zu erzielen, starteten jedoch nicht sofort eine bedingungslose Offensive. Benjamin Sesko (10.) scheiterte frei vor Real-Torwart Andriy Lunin, war jedoch zuvor im Abseits gestanden. Kurz darauf hatte Lois Openda (16.) eine bessere Chance, sein Schuss aus spitzem Winkel verfehlte jedoch knapp das Tor nach einer schönen Vorarbeit von Dani Olmo.

So entstand ein Spiel, das wohl nach den Vorstellungen der Madrilenen verlief. Leipzig gab sich Mühe, aber Real beherrschte das Geschehen weitgehend. Die Gastgeber verteidigten geschickt und ließen den Sachsen kaum Spielraum. Trotz der abwartenden Spielweise kam Leipzig immer wieder zu Torchancen, wie zum Beispiel durch Xavi Simons (41.) oder Openda (42.), jedoch konnten die Gäste sie nicht nutzen.

Real spielte entspannt, Real vertraute auf seine Erfahrung. Es dürfte den Gastgebern auch kaum etwas ausgemacht haben, dass es zur Halbzeit erste Pfiffe für ihre zurückhaltende Spielweise gab. Real setzte seinen Plan fort, während Leipzig weiterhin drängte. Die Spanier bewegten sich nur langsam nach vorne. Und es war irgendwie passend für dieses Spiel, dass sie mit ihrer ersten großen Chance gleich erfolgreich waren.

Olmo trifft in der Nachspielzeit die Latte

Bellingham drängte den Ball im Mittelfeld voran und wartete geduldig auf den richtigen Moment. Dieser kam, als Vinicius Junior plötzlich und zu schnell für Orban den Laufweg änderte. Bellingham spielte den Ball zum Brasilianer, der aus kurzer Distanz die Führung erzielte. Das war es, hätte man meinen können – doch RB gab nicht auf. Im Gegenteil. RB griff weiter an. Nach einer Flanke von David Raum erzielte Orban per Flugkopfball den Ausgleich.

Auch später waren die Gäste überlegen, da Real nun plötzlich große Lücken in der Defensive um Nationalspieler Antonio Rüdiger zeigte. Trotzdem gelang es Leipzig nicht, die vorübergehenden Schwächen des Favoriten auszunutzen. Auch Trainer Marco Rose gab an der Seitenlinie alles und trieb sein Team wild gestikulierend an. In der Nachspielzeit traf Olmo die Latte.

dpa