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Neue U-Bahn-Stationen in Rom eröffnet

Historischer Moment für Touristen und Römer: Museumsstationen am Kolosseum und antiken Stadttor Porta Metronia.

Die neuen Stationen im historischen Zentrum Roms dürften vor allem von Touristen genutzt werden.
Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpa

Nach langjähriger Wartezeit wurden im historischen Zentrum Roms zwei neue U-Bahn-Stationen eröffnet. Die Haltestellen Colosseo/Fori Imperiali und Porta Metronia – also am berühmten Kolosseum und den Kaiserforen sowie dem antiken Stadttor Porta Metronia – sind als Museumsstationen gestaltet. Dort werden die archäologischen Funde ausgestellt, die während der Bauarbeiten der unterirdischen Stationen entdeckt wurden.

Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri sprach bei der Vorstellung der Haltestellen von einem «historischen und wunderschönen Moment» sowohl für Touristen als auch für Römer. Die beiden Stationen öffnen am Nachmittag für Fahrgäste und nehmen dann auch erstmals ihren Betrieb auf.

Weitere U-Bahn-Erweiterungen geplant

Die beiden neuen Stationen sind Teil einer Erweiterung der bestehenden Metro-Linie C, die bisher den Osten Roms nur bis zum Rand des historischen Zentrums verbunden hat. Die Endstation war bisher San Giovanni in der Nähe der Lateranbasilika. Rom, mit seinen etwa 2,7 Millionen Einwohnern und mehreren Millionen Touristen pro Jahr, verfügt nur über drei U-Bahn-Linien.

In einigen Jahren soll die Linie C bis zur Piazza Venezia und später auch zum Petersdom verlängert werden. Möglicherweise wird sie in Zukunft auch in den Norden Roms bis zum Olympiastadion und dem Foro Italico fahren.

Archäologische Funde auf dem Weg zum Gleis

Die Bauarbeiten für die Strecke von San Giovanni über Porta Metronia bis Colosseo/Fori Imperiali begannen im Jahr 2013. Es dauerte rund zwölf Jahre, um einen Abschnitt von etwa 3,6 Kilometern zu vollenden. Die lange Bauzeit ist auf die archäologisch sensiblen Bedingungen zurückzuführen: Bei den Ausgrabungen stießen die Arbeiter immer wieder auf bedeutende Funde. Diese können in Vitrinen und Bereichen zur archäologischen Präsentation besichtigt werden.

In der Station Colosseo/Fori Imperiali, die über vier unterirdische Ebenen verfügt und bis zu einer Tiefe von 32 Metern reicht, können Passagiere auf dem Weg zum Gleis antike römische Funde wie Krüge, Schalen und mehr betrachten. In Porta Metronia wurde beim Bau ein umfangreicher archäologischer Komplex entdeckt, darunter eine römische Kaserne. Das Museum ist separat, aber es wird erst im Februar für Besucher geöffnet sein.

dpa