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UFO-Meldestelle verzeichnet Rekordzahl

Die Venus, ein Starlink-Satellit oder eventuell eine Drohne? Menschen melden immer mehr rätselhafte Beobachtungen am Himmel bei UFO-Forschern im Odenwald. Was die Ursachensuche 2025 ergab.

Die Zahl der Meldungen bei den Hobbyastronomen von Cenap wächst stetig seit einigen Jahren. (Archivbild)
Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Bei der UFO-Meldestelle Cenap sind 2025 so viele Sichtungen angezeigt worden wie noch nie zuvor. Das Centrale Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (Cenap) ist Anlaufstelle für Bürger, die nach einer wissenschaftlichen Erklärung für ihre Beobachtungen suchen. Meist handelte es sich nach Angaben der Experten um Planeten oder Sterne. UFO ist die Abkürzung für «unbekannte Flugobjekte».

Im letzten Jahr zählte Cenap mit Sitz in Lützelbach insgesamt 1.348 UFO-Sichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie vereinzelt aus anderen Ländern, wie Cenap-Leiter Hansjürgen Köhler mitteilte. Seit 2019 sind die Meldungen jedes Jahr kontinuierlich angestiegen. Aber auch im vergangenen Jahr waren keine Raumschiffe von Außerirdischen dabei, erklärte Köhler.

Satellit, Raketen, Weltraumschrott: Sichtungen haben viele Ursachen 

Gemäß seinen Aussagen haben helle Planeten wie Venus, Jupiter und der markante Stern Sirius viele Beobachter verwirrt. Darüber hinaus haben Meteore so manchen Frühaufsteher und Zufallsbeobachter überrascht, wenn sie auffällig leuchtend verglühten. Es wurden mehr als 120 Sichtungen der Satelliten-Kommunikationssysteme Starlink des Tech-Milliardärs Elon Musk gemeldet – darunter auch von Piloten, die bei Nachtflügen überrascht wurden, erklärte Köhler.

Es gab weitere Meldungen über Re-Starts von Raketenstufen, die auf abgelassenen Treibstoff zurückzuführen waren, der von der Sonne angestrahlt wurde und bizarre Leuchterscheinungen am Nachthimmel hervorrief. Darüber hinaus verglühten regelmäßig Satelliten und Raketenteile als Weltraumschrott spektakulär in der Atmosphäre.

Zufallsbeobachter bei Drohnen aufmerksamer

Wie Köhler erläuterte, nehmen seit fünf Jahren Meldungen zu, die als Drohnenflüge identifiziert werden können. Neben kleinen Privat-Drohnen seien auch größere Industriedrohnen oder Polizei-Drohnen im Einsatz. «Durch in der Presse thematisierten Spionage-Flüge von Drohnen sind Zufallsbeobachter noch aufmerksamer und wenden sich mit ihren Videoaufnahmen davon an Cenap», ergänzte der Mitbegründer der Meldestelle. Cenap ist eine private amateurastronomische Organisation und besteht seit 1973.

dpa