Erst vor rund vier Monaten sank ein Urlauber-Boot mit mehr als 40 Menschen an Bord im Roten Meer. Jetzt hat es wieder ein Unglück gegeben.
Urlauber-U-Boot im Roten Meer gesunken – sechs Tote
Ein Touristen-U-Boot ist laut Rettungskräften vor dem ägyptischen Urlaubsort Hurghada im Roten Meer gesunken. Ersten Informationen zufolge kamen mindestens sechs Menschen ums Leben – dies wurde von Helfern vor Ort der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Es gab mindestens neun Verletzte. 29 Überlebende wurden gerettet. Die Nationalitäten der Opfer wurden bisher nicht von den ägyptischen Behörden bekannt gegeben. Auch die Ursache des Unglücks ist bisher unbekannt.
Der russische Generalkonsul in Hurghada, Viktor Woropajew, gab bekannt, dass bei dem Unglück mindestens vier russische Touristen ums Leben kamen. Laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass waren insgesamt 45 russische Touristen, darunter auch Kinder, an Bord.
Das Boot trug den Namen «Sindbad». Nach Medienberichten handelte es sich um einen sogenannten Halbtaucher mit einem unteren Deck, von dem aus die Unterwasserwelt beobachtet werden kann. Die Passagiere wollten sich den Berichten zufolge Korallenriffe anschauen. Das Boot sei vor dem Jachthafen eines Hotels in der bei Urlaubern beliebten Stadt Hurghada gesunken.
Die Rettungseinsätze dauern am Mittag weiterhin an. Laut Medienberichten waren 21 Rettungswagen im Einsatz.
Unglück im November
Erst im vergangenen November war ebenfalls im Roten Meer vor Ägypten ein Urlauber-Boot mit mehr als 40 Menschen an Bord gesunken. Sechs Tote wurden geborgen, fünf Menschen galten als vermisst – darunter auch zwei Deutsche. Es handelte sich damals um die Motorjacht «Sea Story», die Touristen zu Tauchplätzen im Roten Meer brachte.
Laut dem Reiseveranstalter Tui ist Ägypten das drittbeliebteste Reiseziel in den Osterferien. „13 Prozent der Urlauber verbringen ihre Ferien dort“, teilte das Unternehmen vergangenen Freitag mit.