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US-Tourismus stark rückläufig – Experten sehen Trump-Politik als einen Grund

Der internationale Tourismus in den USA verzeichnet deutliche Rückgänge. Branchenvertreter sehen politische Entscheidungen aus der Trump-Ära als einen wichtigen Faktor – Hotels, Reiseanbieter und Städte spüren die Folgen bereits spürbar.

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Foto: NF24 / KI

Der Tourismus in den USA ist in den letzten Monaten deutlich eingebrochen – eine Entwicklung, die in der Branche und Politik für Besorgnis sorgt. Laut aktuellen Zahlen sind die Besucherzahlen aus dem Ausland rückläufig, und Branchenvertreter machen unter anderem politische Maßnahmen der Regierung von Ex-Präsident Donald Trump für die Entwicklung mitverantwortlich.

Weniger ausländische Gäste in Städten und Nationalparks

Zahlen aus dem Jahr 2025 zeigen, dass sowohl große Metropolen wie New York, Los Angeles und Miami als auch beliebte Naturziele wie der Grand Canyon und Yellowstone spürbare Einbußen bei internationalen Touristen verzeichnen. An einigen beliebten Reisezielen ist die Zahl ausländischer Besucher um zehn bis 15 Prozent gesunken. Experten führen das teilweise auf restriktivere Einreise- und Visapolitik zurück, die in der Trump-Ära verschärft worden sei und nach wie vor wirke.

Analysten weisen darauf hin, dass strengere Visa-Prüfungen, längere Bearbeitungszeiten und ein teilweise als unfreundlich wahrgenommenes Klima bei der Einreise dazu geführt hätten, dass sich viele Reisende für alternative Reiseziele entschieden.

Politische Maßnahmen und deren Auswirkungen

Unter der Regierung von Donald Trump waren in verschiedenen Bereichen Reise- und Einreisebestimmungen verschärft worden, darunter auch Visaregelungen für Besucher aus bestimmten Ländern sowie Sicherheitskontrollen, die die Beantragung und Einreise deutlich komplizierter gemacht hätten. Obwohl viele dieser Maßnahmen inzwischen wieder gelockert oder modifiziert worden sind, zeigen Studien, dass das Image der USA bei potenziellen Touristen nachhaltig gelitten hat.

Zudem habe die politische Rhetorik während der Trump-Jahre in Teilen der Welt zu einem negativen Sicherheitsgefühl bei Reisenden beigetragen, wie Umfragen von internationalen Reiseverbänden nahelegen.

Ökonomische Folgen für Hotellerie und Dienstleister

Der Einbruch im internationalen Tourismus wirkt sich auch auf die amerikanische Wirtschaft aus. Hotels, Reiseveranstalter, Gastronomie und Transportdienstleister berichten von sinkenden Umsätzen, insbesondere in Ballungsräumen, die traditionell stark vom Auslandstourismus profitiert haben.

In Städten wie New York äußern Hoteliers, dass ausländische Gäste oft lukrativer seien als inländische Reisende – ihre geringere Präsenz wirkt sich daher überproportional auf Einnahmen und Beschäftigung aus. Auch Anbieter von Sightseeing-Touren und Fluganbieter haben Rückgänge bei internationalen Buchungen verzeichnet.

Experten fordern neue Strategien

Wirtschafts- und Tourismusexperten sehen einen klaren Bedarf für neue Marketing- und Visastrategien, um den internationalen Tourismus wieder anzukurbeln. Empfehlungen reichen von vereinfachten Visa-Prozessen über gezieltes internationales Marketing bis hin zu staatlich geförderten Anreizen für Reisende.

Zudem wird diskutiert, ob die USA ihren Fokus stärker auf Tourismuspartnerschaften mit Schwellenländern legen sollten, um neue Zielgruppen anzusprechen.

Fazit: Herausforderung bleibt bestehen

Auch wenn die USA weiterhin ein beliebtes Reiseziel bleiben, zeigen die jüngsten Zahlen einen deutlichen Rückgang bei internationalen Besuchern. Die Kombination aus politischen Hürden, Imageproblemen und globalem Wettbewerb macht es für den US-Tourismus schwieriger, an frühere Erfolge anzuknüpfen. Branchenvertreter appellieren an Politik und Wirtschaft, gemeinsam Lösungen zu finden, um verlorene Marktanteile zurückzugewinnen.

bh
Quellen: BILD