Eine nächtliche Verkehrskontrolle auf der Autobahn 3 löst einen Großeinsatz im Landkreis Regensburg aus. Die Beamten finden mutmaßlichen Sprengstoff.
Mutmaßlicher Sprengstoff auf A3 – zwei Festnahmen

Nachdem bei einer nächtlichen Verkehrskontrolle auf der A3 bei Regensburg mutmaßlicher Sprengstoff entdeckt wurde, hat das bayerische Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Am Vormittag sprengten Spezialisten der Ermittlungsbehörde einen verdächtigen Gegenstand, der laut den Ermittlern nicht sicher genug für einen Transport war. Ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass es sich vermutlich um Sprengstoff gehandelt habe.
Die Hintergründe waren zunächst unklar. Der LKA-Sprecher ging jedoch zunächst davon aus, dass es sich nicht um ein Verfahren im Bereich des Staatsschutzes handelt – unter dem Begriff «Staatsschutz» laufen Ermittlungen zu politisch motivierten Straftaten. Das Landeskriminalamt übernahm jedoch die Ermittlungen zu dem Vorfall. Die Reste des gesprengten Gegenstands sollen von Experten analysiert werden.
Polizei sperrt großräumig
Auslöser des Großeinsatzes war eine Verkehrskontrolle gegen zwei Uhr morgens kurz vor der Ausfahrt Wiesent/Wörth an der Donau. Am Steuer saßen eine Frau und ein männlicher Begleiter. Dabei fielen den Beamten die «sprengstoffverdächtigen Gegenstände» in dem Wagen auf, beide wurden vorläufig festgenommen. Zur Identität der beiden konnte die Polizei zunächst nichts Näheres sagen. Ein starkes Polizeiaufgebot sicherte den Einsatzort großräumig ab.
LKA-Sprengstoffexperten vor Ort
Es gab anfangs keine weiteren Informationen über den vermuteten Sprengstofffund: Es war nicht bekannt, welche Art von Gegenständen gefunden wurde und in welcher Menge.
Die Beamten entschieden sich bereits vor der kontrollierten Sprengung, die A3 als Vorsichtsmaßnahme großräumig zu sperren – in Richtung Passau ab der Anschlussstelle Rosenhof und in Richtung Nürnberg ab Kirchroth.
Staus im Umkreis
Am Morgen kam es dementsprechend zu Staus und zähem Verkehr sowohl auf der Autobahn als auch auf der nahen Bundesstraße 8. Die Freigabe der Autobahn war am Vormittag nicht absehbar. «Es kann noch länger dauern», sagte ein Polizeisprecher.








