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Schwere Regenfälle in Tunesien fordern vier Tote

Tunesien paralysiert: Straßensperrungen, Verkehrsstörungen und Rettung deutscher Touristen aus den Fluten.

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In Tunesien kommt es seit Montag zu schweren Regenfällen und Überschwemmungen.
Foto: Zhou Haojin/XinHua/dpa

Bei schweren Regenfällen in Tunesien sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Das Land sei «durch tödliche Stürme paralysiert», meldete die tunesische Staatsagentur TAP gestern am Abend. 

Das ungewöhnlich schwere Unwetter hat Straßensperrungen verursacht und den Verkehr, Bildungseinrichtungen und die öffentliche Versorgung stark beeinträchtigt. Besonders im Norden und Osten des kleinen Landes am Mittelmeer gibt es seit Montag heftige Regenfälle.

Zwei Deutsche gerieten mit Auto in Fluten

Im Norden Tunesiens wurden zwei deutsche Touristen von Anwohnern aus den Wassermassen gerettet. Laut einem Ortsvertreter gerieten die beiden Urlauber in der ländlichen Gegend um Takelsa südlich von Tunis mit ihrem Auto in die Fluten.

Augenzeugen berichteten, das Wasser habe den Mann davongetragen und die Frau habe im Schlamm festgesteckt. Anwohner hätten die beiden mit einem Traktor gerettet, ins Warme gebracht und mit Kleidung versorgt. «Sie hatten Glück», sagte Ratsmitglied Abdelbasset Belmoni im örtlichen Radio.

Präsident Kais Saied hat die Armee angewiesen, bei den Such- und Rettungsaktionen in den betroffenen Gebieten zu unterstützen. Zivilschützer bemühten sich, die Wassermassen in der Hauptstadt Tunis sowie in den Provinzen Bizerte, Nabeul und Monastir aus Wohngebieten abzupumpen. An vielen Orten mangelt es an Ausrüstung. Viele Straßen waren überschwemmt und nicht passierbar, auch der Zugverkehr war teilweise beeinträchtigt.

Regen, Schnee und Sturm auch in Griechenland

Das Unwetter hat auch Griechenland fest im Griff. Es gab schwere Regenfälle in vielen Teilen des Landes, und in höheren Lagen fiel auch kräftiger Schnee, wie griechische Medien berichteten.

Laut dem griechischen Wetteramt gab es im Ionischen Meer, das zwischen Griechenland und Süditalien liegt, Winde mit Geschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde. Viele Fährverbindungen wurden abgesagt. Die Schulen im Süden des Landes bleiben geschlossen.

dpa